Blockchains sollten einen vorsichtigen, priorisierten Ansatz für quantenresistente Kryptografie verfolgen, anstatt überhastet vollständig zu migrieren. Sie sollten post-quantum encryption sofort für sensible Daten einsetzen und Signaturumstellungen aufschieben, bis die Verfahren ausgereift sind, so eine umfassende Analyse aktueller Bedrohungen und praktischer Zeitpläne.
Was geschehen ist: Experte skizziert Sieben-Schritte-Framework für Quantenmigration
Die Analyse, veröffentlicht von dem Kryptografie-Experten Justin Thaler, Research Partner bei a16z und Associate Professor in der Informatik-Fakultät der Georgetown University, argues, dass Unternehmensmitteilungen und Medienberichte die öffentliche Wahrnehmung darüber verzerrt haben, wie nah Quantencomputer tatsächlich daran sind, aktuelle kryptografische Schutzmechanismen zu brechen.
Ein kryptografisch relevanter Quantencomputer, der Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH)‑Signaturen angreifen kann, bleibt „weit außerhalb der Reichweite“ und ist vor 2030 „höchst unwahrscheinlich“.
Aktuelle Quantensysteme verfügen nicht über die Hunderttausenden bis Millionen physikalischer Qubits, die erforderlich wären, um Shors Algorithmus gegen Standardkryptografie auszuführen.
Der Experte formulierte sieben Empfehlungen: sofortige Einführung hybrider Verschlüsselung; Einsatz hashbasierter Signaturen, wo deren Größe tolerierbar ist; Blockchains Zeit zur Planung geben, anstatt Signaturmigration zu überstürzen; Datenschutz-Blockchains für eine frühere Umstellung priorisieren; den Fokus eher auf Implementierungssicherheit als auf Quantenbedrohungen legen; die Entwicklung der Quanteninformatik fördern; und Hardwareankündigungen mit Augenmaß einordnen.
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Bitcoin steht unter besonderen Zwängen, die nichts mit der Quantentechnologie selbst zu tun haben. Protokolländerungen erfordern einen langsamen Community‑Konsens, und Millionen potenziell aufgegebener BTC im Wert von Hunderten Milliarden Dollar liegen in quantenanfälligen Adressen mit offengelegten öffentlichen Schlüsseln.
Die Analyse unterscheidet zwischen Verschlüsselung, die unmittelbaren Schutz vor „heute abgreifen, später entschlüsseln“-Angriffen benötigt, und digitalen Signaturen, die keiner derartigen rückwirkenden Bedrohung ausgesetzt sind.
Datenschutz-Blockchains, die Transaktionsdetails verschlüsseln, sollten die Umstellung früher priorisieren, während sich die meisten Nicht‑Privacy‑Blockchains bewusst Zeit für die Migration nehmen können. Implementierungsfehler und Seitenkanalangriffe stellen deutlich größere near-term risks than quantum computers dar, so der Experte.
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