Robinhood Markets genehmigte am Dienstag ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden US‑Dollar und erhöhte damit die neue Kapazität um mehr als 1,1 Milliarden US‑Dollar zusätzlich zu eventuell verbleibenden Beträgen aus früheren Genehmigungen.
Der Schritt erfolgte, als HOOD‑Aktien am Tag etwa 5 % nachgaben und damit einen Rückgang von 39 % seit Jahresbeginn ausweiteten, nachdem sie sich im Jahr 2025 mehr als verdreifacht hatten.
Das Management rechnet damit, das Programm über einen Zeitraum von rund drei Jahren ab Q1 2026 zu execute, mit der Flexibilität, es je nach Marktbedingungen zu beschleunigen.
Der Vorstand hatte zuvor im Mai 2024 einen Rückkauf über 1 Milliarde US‑Dollar und im April 2025 einen Rückkauf über 500 Millionen US‑Dollar genehmigt.
Parallel zum Rückkauf erweiterte Robinhood Securities seine von JPMorgan angeführte revolvierende Kreditlinie auf 3,25 Milliarden US‑Dollar, mit einer Option auf Erhöhung auf 4,875 Milliarden US‑Dollar.
Was den Rückgang ausgelöst hat
Die Robinhood‑Aktie hatte sich 2025 im Zuge eines Krypto‑Booms in etwa verdreifacht.
Seitdem hat sich der Kurs jedoch deutlich umgekehrt, nachdem Bitcoin von seinem Allzeithoch vom Oktober 2025 nahe 126.000 US‑Dollar auf rund 71.000 US‑Dollar dropped ist, was die Handelsvolumina in der gesamten Branche gedrückt hat.
Das Unternehmen meldete, dass die Umsätze aus Kryptowährungstransaktionen im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 38 % auf 221 Millionen US‑Dollar zurückgingen.
Lesen Sie auch: Tether Picks A Big Four Firm
Robinhoods Wette auf Krypto‑Infrastruktur
Der Rückkauf fällt mit einer verstärkten Expansion in On‑Chain‑Infrastruktur zusammen. Am 10. Februar startete Robinhood das öffentliche Testnet für Robinhood Chain, eine Ethereum‑(ETH)‑Layer‑2, die auf Arbitrum aufbaut und für tokenisierte Real‑World‑Assets einschließlich Aktien und ETFs konzipiert ist. Das Testnet verarbeitete in seiner ersten Woche 4 Millionen Transaktionen. Ein Mainnet‑Start ist für später im Jahr 2026 geplant.
Das Unternehmen bietet europäischen Kundinnen und Kunden bereits über Arbitrum One tokenisierten Zugang zu mehr als 2.000 in den USA gelisteten Aktien mit 24/7‑Handel. Die Chain ist darauf ausgelegt, DeFi‑Anwendungen – darunter Kreditprotokolle und Börsen für Perpetual‑Futures – neben tokenisierten Aktienprodukten zu unterstützen. Darüber hinaus hat Robinhood über ein separates Angebot den Zugang zu Anteilen an privaten Unternehmen für Nicht‑US‑Nutzer ausgeweitet.
CFO Shiv Verma beschrieb den Rückkauf als Ausdruck des Vertrauens in die „langfristige Chance“ des Unternehmens und seine Fähigkeit, „im Laufe der Zeit Kapital zurückzuführen“. Eine Mindestkaufmenge wurde nicht offengelegt.
Robinhood steht in den USA zudem vor regulatorischen Fragen rund um Krypto‑Staking: CEO Vlad Tenev hat öffentlich betont, dass Staking in vier Bundesstaaten weiterhin blockiert ist, während die EU mit klareren Regeln vorangeht. Das Unternehmen gehört zu mehreren großen Handelsplattformen – neben Coinbase und Kraken – die ihre Angebote für tokenisierte Aktien ausbauen, da die Grenzen zwischen Krypto‑Börsen und traditionellen Brokerhäusern zunehmend verschwimmen.
Als Nächstes lesen: Why Cathie Wood Thinks War Exposes Gold's Hidden Flaw And Crowns Bitcoin





