SpaceX-Aktie fällt um 3,32 % – trotz Space-Force-Auftrag über 1,6 Mrd. $

SpaceX-Aktie fällt um 3,32 % – trotz Space-Force-Auftrag über 1,6 Mrd. $

Die Aktie von SpaceX gab am 29. Juli um 3,32 % auf 112,55 $ nach – und das, obwohl die US Space Force einen Auftrag im Volumen von 1,6 Mrd. $ für 18 Falcon‑9-Starts bis 2027 vergeben hat.

Wichtigste Punkte:

  • SpaceX notiert weiter unter dem IPO-Ausgabepreis von 135 $, nach einem Verlust von rund 29 % im vergangenen Monat.
  • Die Space Force vergab zwei Aufträge für insgesamt 18 Falcon‑9-Missionen bis 2027.
  • Eine Aktienfreigabe am 6. August könnte zusätzlichen Verkaufsdruck bringen, kurz nach dem Zahlenbericht am 4. August.

Kursrutsch bei SpaceX

Laut Medienberichten schloss die Aktie am Mittwoch bei 112,55 $, ein Minus von 3,32 %, obwohl die Space Force zwei Aufträge für Satellitenmissionen erteilte, die der Erkennung und Verfolgung luftgestützter Bedrohungen dienen. Die Starts sind bis 2027 geplant.

Das Papier liegt damit weiter unter dem Ausgabepreis von 135 $ beim Nasdaq-Debüt. Nach einem Zwischenhoch von 225,64 $ Mitte Juni markierte die Aktie am 28. Juli mit 107,01 $ ein Rekordtief, bevor sie sich wieder leicht erholte.

Am Markt rückt nun der 4. August mit dem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen in den Fokus – und der 6. August, an dem bis zu 20 % der bislang gesperrten Anteile zum Verkauf freigegeben werden könnten. Dieses zusätzliche Angebot dürfte den Kurs weiter belasten.

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SpaceX und das Rüstungsgeschäft

Die Space-Force-Missionen laufen über das Programm „National Security Space Launch Phase 3 Lane 1“, in dem United Launch Alliance (ULA), Blue Origin und weitere US-Anbieter gegeneinander antreten – vor dem Hintergrund wachsender Sorgen im US-Kongress über die Abhängigkeit von einem einzelnen Auftragnehmer.

Laut Reuters hat sich SpaceX in diesem Jahr bereits Pentagon-Aufträge von mindestens 7 Mrd. $ gesichert. Darin enthalten sind 6,5 Mrd. $, die im Mai für Kommunikations- und Zielaufklärungs-Satellitennetzwerke im Rahmen des 185 Mrd. $ schweren Golden‑Dome-Programms zugesprochen wurden.

Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas bewertet das Raketen- und Breitbandgeschäft von SpaceX mit 136 $ je Aktie. Der aktuelle Kurs zeigt jedoch, dass Investoren vor allem das Verwässerungsrisiko und den Unsicherheitsfaktor rund um den ersten öffentlichen Zahlenbericht im Blick haben.

Die unmittelbare Marktreaktion auf den neuen Auftrag fiel entsprechend verhalten aus. Zugleich hat sich der Abstand zur Konkurrenz vergrößert: ULA untersucht ein Problem bei der Stufentrennung der Vulcan-Rakete, während Blue Origin nach einer Explosion auf der Startrampe im Mai weiter an der Wiederaufnahme von New-Glenn-Flügen arbeitet.

Seit dem Hoch Mitte Juni hat SpaceX rund die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt – ein drastischer Stimmungsumschwung nach der zuvor rekordverdächtigen IPO-Rally.

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