SpaceX fällt um 35 % trotz Nasdaq‑100‑Aufnahme, Verkäufer übernehmen die Kontrolle

SpaceX fällt um 35 % trotz Nasdaq‑100‑Aufnahme, Verkäufer übernehmen die Kontrolle

SpaceX-Aktien sind von ihrem Hoch nach dem Börsengang um 35 % gefallen und stellen das Vertrauen der Anleger nur wenige Tage nach dem Börsengang in den Nasdaq‑100 auf die Probe.

Zentrale Punkte:

  • SpaceX schloss am 8. Juli bei 148 USD und damit den zweiten Handelstag in Folge unter dem Ausgabepreis von 150 USD.
  • Die Aktie ist von ihrem Hoch nach dem Börsengang von 225,64 USD um bis zu 35 % gefallen.
  • Starlink bleibt die Hauptstütze für eine Bewertung nahe 1,9 Billionen USD, trotz höherer Verluste.

SpaceX-Aktie

SpaceX, gehandelt unter dem Ticker SPCX, ist unter seinen Ausgabepreis gefallen, obwohl das Unternehmen in den Nasdaq‑100 aufgenommen wurde – ein Schritt, der Indexfonds normalerweise zum Aktienkauf zwingt.

Die Aktie schloss am 8. Juli bei 148 USD und blieb damit den zweiten Tag in Folge unter dem Ausgabepreis von 150 USD, womit fast alle Gewinne seit dem Rekord‑Listing am 12. Juni ausgelöscht wurden.

SpaceX war nach dem Börsengang bis auf 225,64 USD gestiegen, doch die Aufnahme in den Nasdaq‑100 wurde zu einem „Sell-the-News“-Ereignis, da Anleger die erzwungene Nachfrage nutzten, um Aktien abzustoßen.

Ein ähnliches Muster zeigte sich beim Eintritt von Palantir in den Nasdaq‑100 Ende 2024, als die Aktie in den Wochen nach der Aufnahme um etwa 25 % fiel.

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Starlink-Bewertung

Der Rückgang hat SpaceX nicht aus der Spitzengruppe börsennotierter Unternehmen verdrängt, da die Firma weiterhin mit einer Marktkapitalisierung von knapp 1,9 Billionen USD bewertet wird.

Diese Bewertung wirkt anspruchsvoll im Vergleich zu den gemeldeten Umsätzen von rund 18,7 Milliarden USD im Jahr 2025, einem Anstieg von 33 % gegenüber dem Vorjahr, denn die Aktie wird immer noch mit dem rund 100‑fachen des Umsatzes gehandelt.

Starlink ist der Hauptgrund, weshalb Anleger die hohe Prämie weiterhin verteidigen: Die Satelliteninternet‑Sparte erzielte 2025 mehr als 11 Milliarden USD und damit rund 61 % des Gesamtumsatzes.

Das Problem ist, dass SpaceX weiterhin Verluste schreibt, mit einem Nettoverlust von 4,9 Milliarden USD im Jahr 2025 und weiteren 4,3 Milliarden USD Verlust im ersten Quartal 2026. Ausgaben für xAI und die Entwicklung von Starship belasten den Cashflow erheblich, sodass Starlinks Gewinnwachstum nun wichtiger ist als reines Umsatzwachstum.

Die Wall Street bleibt überwiegend konstruktiv: Morgan Stanley, Bernstein, RBC und UBS starteten die Berichterstattung mit Kaufempfehlungen oder gleichwertigen Ratings, während MoffettNathanson neutral blieb und CFRA zum Verkauf riet.

Der jüngste Rückgang zeigt, wie schnell die Begeisterung nach einem prominenten Indexereignis verpuffen kann. Die Rallye nach dem Börsengang verschaffte Anlegern schnelle Gewinne, doch die aktuelle Korrektur hat den Fokus wieder auf Verluste, Ausgaben und die Frage gelenkt, ob Starlink die Unternehmensbewertung tatsächlich tragen kann.

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