SpaceX's rekordverdächtiger Börsengang über 250 Milliarden Dollar lässt Krypto-Trader befürchten, dass das Angebot Liquidität von Bitcoin (BTC) und anderen digitalen Assets absaugt, noch bevor es diese Woche an den Start geht.
Zentrale Punkte:
- Die SpaceX-IPO-Nachfrage übersteigt 250 Milliarden Dollar und liegt damit fast beim Vierfachen des anvisierten Ziels von 75 Milliarden Dollar.
- Analysten fragen sich, ob das Angebot Kapital aus Bitcoin und anderen Risiko-Assets abzieht.
- Die Kryptomärkte haben in der vergangenen Woche mehr als 180 Milliarden Dollar verloren.
SpaceX-IPO-Nachfrage übersteigt 250 Mrd. $
Die Nachfrage nach SpaceX’ Börsendebüt ist laut Berichten auf über 250 Milliarden Dollar gestiegen – fast das Vierfache der rund 75 Milliarden Dollar, die der Raketenhersteller einsammeln will, wie Reuters meldet, was den Deal zu einem der größten Börsengänge der Wall Street machen würde. Das Orderbuch ist dreieinhalb- bis vierfach überzeichnet, wobei vor allem Long-only-Fonds während der Roadshow die größten Orders platzieren.
Das von Elon Musk geführte Unternehmen plant, die Aktien am Donnerstag zu bepreisen und um den 12. Juni herum unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq zu handeln – in einem Listing, das den Rekord von Saudi Aramco übertreffen soll. Die Aktien werden zu 135 Dollar je Stück angeboten, Banker visieren dabei sowohl institutionelle Nachfrage als auch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Privatanlegern an. Diese Bewertung setzt das Unternehmen nahe 1,8 Billionen Dollar an – getragen von Starlinks Wachstum, SpaceX’ Dominanz im Startgeschäft und dem Vorstoß in weltraumgestützte KI-Infrastruktur.
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Arthur Hayes warnt vor Bitcoin-Liquiditätsrisiko
Berichten zufolge werfen Privatanleger Bitcoin auf den Markt, um Liquidität für die Zeichnung von SpaceX-Aktien freizusetzen – begünstigt durch eine ungewöhnlich hohe Retail-Allokation von 30 % über große Broker. Die Ironie ist offensichtlich, da SpaceX selbst rund 1,29 Milliarden Dollar in Bitcoin in seiner Unternehmensbilanz hält, während die künftigen Aktionäre genau diese Kryptowährung verkaufen.
Die Sorge lässt sich kaum ignorieren.
Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, hat in dieser Woche gewarnt, dass Mega-Börsengänge von SpaceX, OpenAI und Anthropic erhebliche Mittel aus Risikoanlagen abziehen könnten, da jede dieser Transaktionen frisches Investorengeld erfordert. Er erklärte, er habe mehrere Positionen reduziert, Bitcoin und Ether (ETH) jedoch weiterhin im Kernportfolio behalten, und verwies auf eine Sperrfrist im September, die den frei handelbaren SpaceX-Free-Float verfünffachen könnte. Einige Trader interpretieren den jüngsten Rückgang dennoch als normale Volatilität und nicht als umfassende Flucht in eine einzige Aktie.
Bitcoin steht vor einem Liquiditätstest
Ein starker Börsenstart könnte in beide Richtungen wirken: Intensive IPO-Käufe könnten Bitcoin kurzfristig unter Druck setzen, während ein heiß gelaufener Sekundärmarkt die Risikoaversion insgesamt dämpfen und die Risikobereitschaft steigern könnte. Analysten sind gespalten – einige warnen, dass die Bewertung von 1,8 Billionen Dollar überzogen wirkt, andere setzen darauf, dass ein spektakuläres Opening die Stimmung auch im Kryptomarkt aufhellt.
Die Kryptomärkte haben bereits in der vergangenen Woche mehr als 180 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt – in einem Zeitraum, in dem die Nasdaq ihren schlechtesten Handelstag seit über einem Jahr verzeichnete. Bitcoin notiert derzeit rund 37 % unter seinem Januar-Hoch und ist im Zuge der sich verschärfenden Aktienkorrektur erneut gefallen. Dieser Rückgang sorgt dafür, dass Trader bereits weit vor dem Glockenschlag zum SpaceX-Debüt nervös sind.
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