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Trump droht JPMorgan Chase mit Klage und wirft der Bank „De-Banking“ vor

Trump droht JPMorgan Chase mit Klage und wirft der Bank „De-Banking“ vor

Präsident Donald Trump hat angekündigt, eine Klage gegen JPMorgan Chase einzureichen. Er wirft der Bank vor, ihm nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 unrechtmäßig den Zugang zu Bankdienstleistungen entzogen zu haben.

Was ist passiert

Trump drohte in einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social am Samstag mit rechtlichen Schritten. Er erklärte, die Bank habe ihn „fälschlich und unangemessen DEBANKED“ und betonte, dass er innerhalb der nächsten zwei Wochen rechtliche Schritte einleiten wolle.

In dem Beitrag bestritt Trump außerdem Behauptungen aus einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal, er habe dem Vorstandschef von JPMorgan, Jamie Dimon, den Posten des Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve angeboten.

Trump bezeichnete den Bericht als „völlig unwahr“ und kritisierte das Wall Street Journal dafür, die Angaben vor der Veröffentlichung nicht bei ihm überprüft zu haben.

Trumps Vorwürfe beleben langjährige Konflikte über seine Beziehung zu Großbanken seit seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2021 wieder.

Im August 2025 beschuldigte er JPMorgan und die Bank of America der Diskriminierung, weil sie seine Einlagen und die seiner Unterstützer abgelehnt hätten. Er behauptete, Aufseher unter der Biden-Regierung hätten Finanzinstitute unter Druck gesetzt, sich von ihm und gleichgesinnten Kunden zu trennen – Vorwürfe, die die Banken damals zurückwiesen.

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Was „De-Banking“-Vorwürfe bedeuten

Unter „De-Banking“ versteht man die plötzliche Schließung von Konten oder die Verweigerung von Finanzdienstleistungen – ein Phänomen, das sowohl politische Kontroversen als auch akademische Analysen ausgelöst hat.

Kritiker argumentieren, dass Druck durch Aufsichtsbehörden Banken dazu bringen kann, Kundenbeziehungen zu beenden, um Reputations- oder Compliance-Risiken zu vermeiden, ohne transparente Begründung.

Debatten über De-Banking tauchen in politikwissenschaftlichen und rechtlichen Analysen auf, die nahelegen, dass staatlicher Einfluss bei bestimmten Kontenschließungen eine Rolle spielen kann.

JPMorgan hat stets betont, keine Konten aus politischen Gründen zu schließen. In früheren Stellungnahmen hob die Bank hervor, dass Entscheidungen zur Beendigung von Kundenbeziehungen von Compliance- und Risikoerwägungen und nicht von Ideologie getrieben seien.

Größerer finanzieller und politischer Kontext

Der Streit spielt sich vor dem Hintergrund einer breiteren politischen Spannung zwischen Trump und Finanzinstituten ab.

JPMorgan-Chef Dimon hat zuletzt vor politischen Eingriffen in die Arbeit der US-Notenbank und ihre Unabhängigkeit gewarnt – ein Thema, bei dem er öffentliche Unterstützung von anderen Wall-Street-Führungskräften erhielt.

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