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Hashi-Protokoll will Bitcoin-DeFi freischalten

Hashi-Protokoll will Bitcoin-DeFi freischalten

Mysten Labs, der Hauptentwickler der Sui-Blockchain, hat am Mittwoch ein neues Bitcoin-(BTC) Kredit- und Renditeprotokoll namens Hashi angekündigt, mit frühen Teilnahmezusagen von BitGo, Bullish, FalconX, Ledger, Fordefi, Cubist und Erebor Bank.

Das Protokoll soll Bitcoin-Inhabern ermöglichen, Stablecoins zu leihen und Rendite auf native BTC on-chain zu erzielen – ohne auf Wrapped Tokens oder zentralisierte Intermediäre angewiesen zu sein.

Weniger als 0,5 % des gesamten Bitcoin-Angebots sind derzeit laut der Ankündigung von Sui in der dezentralen Finanzwelt deployed, was langjährige strukturelle Hürden widerspiegelt, darunter intransparente Besicherungsverwaltung, Rehypothektionsrisiken und die Abhängigkeit von Wrapped Assets.

Hashi ist Mysten Labs’ Versuch, diese Hürden durch On-Chain-Verifizierung und programmatische Besicherungsverwaltung auf Basis von Sui zu adressieren.

Wie Hashi funktioniert

Das Protokoll wird sich zunächst auf BTC-besicherte Kreditvergabe konzentrieren und es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Stablecoins gegen Bitcoin-Bestände zu leihen, während institutionelle Partner die Liquidität bereitstellen.

Hashi wird Multi-Party-Computing-Custody und Sui-Smart-Contracts zur Verwaltung der Sicherheiten nutzen und externe Vertrauensannahmen durch On-Chain-Abwicklung ersetzen. Ein Devnet wird in naher Zukunft erwartet, ein Mainnet-Start ist für Ende 2026 geplant. Audits und formale Verifizierung sind vor jedem öffentlichen Start vorgesehen.

Institutionelle Partner sollen die Bereiche Verwahrung, Infrastruktur und Kapitalmarkt-Funktionen übernehmen. Das System beinhaltet außerdem Pläne für Versicherungsschutz auf BTC-Sicherheiten und die Emission von Bitcoin-besicherten Anleihen, beide befinden sich jedoch noch vor dem Start.

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Warum Bitcoin-DeFi Schwierigkeiten hatte

Die Bitcoin-Kreditmärkte schrumpften stark nach dem Kollaps von BlockFi und Celsius Network im Jahr 2022, bei dem Rehypothektion – also die Wiederverwendung von Kunden-Sicherheiten zur Generierung zusätzlicher Kredite – Verluste verstärkte und das Vertrauen der Nutzer zerstörte.

Die Erholung verläuft schrittweise. Im Januar hat Coinbase relaunched BTC-besicherte Kredite in den USA neu aufgelegt und ermöglicht berechtigten Nutzerinnen und Nutzern, bis zu 100.000 US-Dollar in USDC gegen gehaltene BTC zu leihen. Strike betont in seinen Kreditverträgen segregierte, nicht rehypothezierte Sicherheiten, und Ledn betreibt BTC-besicherte Kredite mit ähnlichen Risikokontrollen.

Hashi tritt in einen sich erholenden, aber weiterhin vorsichtigen Markt ein. Institutionelle Teilnehmer scheinen die ersten Zielnutzer zu sein, während mit breiterem Zugang für Privatanleger gerechnet wird, sobald Liquidität und Audit-Infrastruktur gereift sind.

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