Das US-Justizministerium hat am Freitag bestätigt, dass im viel beachteten Samourai-Wallet-Fall eingezogene Bitcoin (BTC) nicht verkauft oder liquidiert wurden und stattdessen in der Bilanz der Bundesregierung als Teil der Strategic Bitcoin Reserve (SBR) verbleiben, die per Executive Order 14233 eingerichtet wurde, teilten Beamte am Freitag mit.
Patrick Witt, Executive Director des President’s Council of Advisors for Digital Assets, erklärte in einem Beitrag in sozialen Medien, dass das Justizministerium bekräftigt habe, die digitalen Vermögenswerte „nicht liquidiert wurden und nicht liquidiert werden, gemäß EO 14233“ und innerhalb der Strategischen Bitcoin-Reserve der Regierung gehalten würden.
Die Klarstellung erfolgt vor dem Hintergrund früherer Spekulationen und Blockchain-Beobachtungen, wonach Bitcoins im Wert von rund 6,3 Millionen US-Dollar, die mit der Samourai-Wallet-Einziehung in Verbindung stehen, bewegt worden seien, was einige Analysten und Community-Mitglieder zu der Frage veranlasste, ob die Vermögenswerte vorzeitig verkauft worden seien.
Öffentliche Dokumente und investigative Berichte deuteten darauf hin, dass die Bewegung über eine Coinbase-Prime-Custody-Adresse erfolgte, was Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Executive Order auslöste.
Executive Order 14233, im März 2025 von Präsident Donald Trump unterzeichnet, verpflichtet Bundesbehörden dazu, Bitcoin, die durch straf- oder zivilrechtliche Einziehung erlangt werden, zu behalten und in die Strategic Bitcoin Reserve zu überführen, anstatt sie auf dem offenen Markt zu verkaufen.
Dieser Ansatz stellt einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Praxis dar, bei der von Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmte digitale Vermögenswerte routinemäßig liquidiert wurden.
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Samourai Wallet und rechtliche Kontroverse
Samourai Wallet war eine datenschutzorientierte Bitcoin-Wallet, die darauf ausgelegt war, die Transaktionsprivatsphäre mithilfe von Funktionen wie Coin-Mixing-Protokollen zu verbessern.
Sie wurde häufig von Personen genutzt, die sich eine stärkere Vertraulichkeit für On-Chain-Transaktionen wünschten, und wurde von den Mitbegründern Keonne Rodriguez und William Lonergan Hill entwickelt.
Sowohl Rodriguez als auch Hill wurden 2024 verhaftet und bekannten sich im Juli 2025 schuldig, ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsgeschäft im Zusammenhang mit den Mixing-Diensten der Wallet betrieben zu haben, das laut Staatsanwaltschaft die Bewegung illegaler Gelder erleichterte.
Der Fall wurde im Southern District of New York verhandelt, und beide Gründer wurden anschließend zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Im Rahmen ihrer Verständigung mit der Staatsanwaltschaft erklärten sich die Entwickler bereit, ihre Bitcoin-Bestände zu verwirken, was zu der Beschlagnahme von rund 57 BTC (6,3 Millionen US-Dollar) führte, die im Mittelpunkt der jüngsten Debatte über den Umgang der Bundesregierung mit eingezogenen digitalen Vermögenswerten steht.
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