Ethereum (ETH)‑Mitgründer Vitalik Buterin stellt die Ausrichtung von Prognosemärkten infrage. Er warnt, dass sie sich hin zu kurzfristigen spekulativen Wetten und weg von breiterem gesellschaftlichem Nutzen entwickeln und schlägt ein radikales Redesign vor, das die Rolle von stablecoins in crypto. herausfordern könnte.
In einem X‑Post am Sonntag sagte Buterin, Prognoseplattformen hätten inzwischen eine bedeutende Größe erreicht – mit ausreichend Volumen, um Vollzeit‑Trader zu tragen.
Er argumentierte jedoch, dass sie sich „übermäßig auf ein ungesundes Product‑Market‑Fit zubewegen“, immer stärker auf Krypto‑Preiswetten und Sportwetten fokussiert, die zwar Einnahmen bringen, aber nur geringen langfristigen Informationswert liefern.
Von Spekulation zu Absicherung
Buterin rahmte das Thema um die Frage, wer am Ende in Prognosemärkten Geld verliert.
Heute, so seine Einschätzung, beruhe ein Großteil des Modells auf „naiven Tradern“, die schlechte Wetten platzieren.
Zwar sei das nicht inhärent unmoralisch, aber er warnte, dass eine zu starke Abhängigkeit von dieser Dynamik Plattformen dazu motiviert, minderwertiges Engagement zu kultivieren – eine Entwicklung, die er als „corposlop“ bezeichnete.
Stattdessen sollten Märkte seiner Ansicht nach „Hedger“ priorisieren – Teilnehmer, die bereit sind, kleine erwartete Verluste in Kauf zu nehmen, um Risiken zu reduzieren.
In einem Beispiel beschrieb er Investoren, die Biotech‑Aktien halten und politische Prognosemärkte nutzen könnten, um Wahlergebnisse abzusichern, die ihre Portfolio‑Exponierung beeinflussen.
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In diesem Verständnis werden Prognosemärkte eher zu Versicherungsmechanismen als zu Unterhaltungsprodukten.
Jenseits von Stablecoins
Buterins zukunftsgerichtetste Idee geht noch weiter.
Er stellte infrage, ob Nutzer überhaupt USD‑gedeckte Stablecoins wollen – oder ob sie schlicht Preisstabilität in Bezug auf ihre realen Ausgaben benötigen.
Er schlug ein System vor, in dem Nutzer personalisierte Körbe von Prognosemarkt‑Anteilen halten, die an Preisindizes der Güter und Dienstleistungen gekoppelt sind, die sie tatsächlich konsumieren.
Ein lokales KI‑Modell könnte eine maßgeschneiderte Absicherung erzeugen, die eine bestimmte Anzahl von Tagen erwarteter Ausgaben repräsentiert.
In diesem Modell wird Fiatgeld überflüssig. Nutzer könnten volatile Vermögenswerte wie ETH oder Aktien für Wachstum halten und sich für Stabilität auf Prognosemarkt‑Hedges stützen.
Praktische und regulatorische Hürden bleiben
Das Konzept würde tiefe Liquidität, ausgefeilte Preisbildungsmechanismen und Vermögenswerte erfordern, die in etwas denominiert sind, das Teilnehmer tatsächlich halten wollen.
Zudem wirft es regulatorische Fragen auf, insbesondere wenn solche Märkte einer synthetischen Exponierung gegenüber real-world economic outcomes. ähneln.
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