Sentient (SENT) stieg um mehr als 60 %, während der breitere Kryptowährungsmarkt fast 5 % verlor. Der Token zeigte jedoch auch eine deutliche Volatilität mit einem Rückgang von 18 %, nachdem er $0,044 erreicht hatte, bevor er sich erneut erholte.
Was ist passiert: Token widersetzt sich dem Trend
Die Rallye scheint von drei technischen Faktoren getrieben zu sein, die über mehrere Analyseplattformen hinweg verfolgt werden.
Daten von shows zeigen, dass Sentient in den letzten Tagen eine Korrelation von −0,92 mit Bitcoin (BTC) aufwies. Eine negative Korrelation nahe −1 bedeutet, dass sich zwei Assets typischerweise in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Händler, die nach Alternativen zur BTC-Schwäche suchten, fanden daher Chancen in SENT.
Der Money Flow Index (MFI), der Kauf- und Verkaufsdruck anhand von Preis und Volumen misst, zeigte zwischen dem 29. und 30. Januar eine bärische Divergenz, als der Token ein höheres Hoch bildete, während der MFI ein niedrigeres Hoch markierte. Dieses Muster erklärt den Rückgang um 18 % vom lokalen Hoch.
Allerdings brach der MFI nicht ein. Er liegt weiterhin über den Werten vom 28. Januar und verläuft oberhalb einer aufsteigenden Trendlinie, was darauf hindeutet, dass Käufer bei Rücksetzern aktiv bleiben.
Börsendaten untermauern die fortgesetzte Akkumulation. Allein am 30. Januar verzeichnete Sentient über 4 Mio. $ an Nettoabflüssen von Börsen, noch bevor der Handelstag beendet war. Dass Token Börsen verlassen statt zufließen, signalisiert typischerweise Kaufinteresse statt Verkaufsdruck.
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Warum das wichtig ist: Leverage-Risiko baut sich auf
Die Positionierung im Derivatemarkt offenbart die Fragilität unterhalb der Rallye.
Daten von Bybit zeigen Long-Leverage von nahezu 7,96 Mio. $ gegenüber Short-Leverage von etwa 1,15 Mio. $. Long-Positionen überwiegen die Shorts damit fast um den Faktor sieben.
Wenn sich die Hebelpositionierung so stark in eine Richtung neigt, können bereits kleine Kursrückgänge zu Zwangsliquidationen führen und Verluste potenziell beschleunigen. The Relative Strength Index zeigte zwischen dem 29. und 30. Januar eine weitere bärische Divergenz: Der Preis bildete ein höheres Hoch, während der RSI ein niedrigeres Hoch markierte.
Damit die Rallye gesund bleibt, muss der RSI über sein vorheriges Hoch nahe 70 steigen. Ein klarer 4-Stunden-Schlusskurs über $0,039 würde neue Stärke signalisieren, während ein Scheitern dort $0,036 als erste Unterstützung in den Fokus rückt.
Ein Rückgang in Richtung $0,036 würde angesichts des aktuellen Leverage-Ungleichgewichts wahrscheinlich Long-Liquidationen auslösen und möglicherweise tiefere Niveaus bei $0,031 oder $0,022 freilegen, falls Bitcoin strengthens und die negative Korrelation weiter gegen Sentient arbeitet.
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