Der Direktor für Global Macro von Fidelity sagt, dass Bitcoin sich von seiner historisch steilen Potenzgesetz-Wachstumsbahn entfernt und zu einem Internet-S-Kurvenmuster übergeht – ein struktureller Wandel, der die Debatte darüber neu entfacht hat, ob der traditionelle Vierjahres-Halving-Zyklus der Kryptowährung noch relevant ist.
Was ist passiert; Wechsel des Wachstumsmodells
Jurrien Timmer hat seine Analyse auf der X-Plattform veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass Bitcoin im Jahr 2025 nach einer Verschnaufpause in den letzten Monaten hinter anderen Anlagen, darunter Gold, zurückgeblieben ist.
Der Marktexperte sagte, die führende Kryptowährung entferne sich vom Potenzgesetz-Modell – einem mathematischen Rahmen, der nahelegt, dass Bitcoin einer vorhersehbaren, zeitabhängigen Wachstumskurve folgt – und orientiere sich stattdessen an einer Internet-S-Kurve.
Diese Beobachtung hat die laufende Diskussion darüber angeheizt, ob der Halving-getriebene Zyklus von Bitcoin tot ist.
Befürworter dieser Sichtweise führen die institutionelle Akzeptanz und Spot-ETFs als Beleg für eine neue bullische Marktstruktur an.
Timmer stimmte zu, dass der Einfluss des Halvings nachlässt. Er wies jedoch die Vorstellung zurück, dass Bärenmärkte Geschichte seien.
„Ich bin skeptisch, nicht in Bezug auf die nachlassende Bedeutung des Halving-Zyklus (dem ich zustimme), sondern hinsichtlich der Idee, dass es künftig keine Bärenmärkte mehr geben wird“, sagte Timmer.
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Warum es wichtig ist; zentrale Kursmarken
Aus technischer Sicht identifizierte Timmer 65.000 US-Dollar – ungefähr das Hoch des vorherigen Zyklus – als entscheidende Unterstützungsmarke für Bitcoin. Die nächste bedeutende Zone liegt bei rund 45.000 US-Dollar, wo sich aktuell die Potenzgesetz-Trendlinie befindet.
Auch wenn diese Trendlinie noch deutlich unter den aktuellen Kursen liegt, merkte Timmer an, dass sie auf 65.000 US-Dollar ansteigen könnte, falls Bitcoin in den kommenden zwölf Monaten in eine längere Konsolidierungsphase eintritt.
Börsendaten untermauern das Szenario einer verlängerten BTC-Konsolidierung.
Zahlen von CryptoQuant zeigen, dass die gesamten Börsenzuflüsse von rund 43.940 BTC am 31. Dezember auf etwa 3.970 BTC bis zum 5. Januar eingebrochen sind – ein Rückgang von über 90 %.
On-Chain-Daten von Santiment, die „Spent Coins Age Bands“ verfolgen, zeigen, dass die Aktivität im selben Zeitraum um 80 % zurückging – von rund 28.033 BTC auf etwa 5.644 BTC. Sowohl junge als auch alte Coins bewegen sich seltener, was darauf hindeutet, dass Inhaber ihre Positionen halten statt zu verkaufen.
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