Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb verteilte Berichten zufolge versehentlich 2.000 Bitcoin (BTC) im Wert von rund 133 Millionen US‑Dollar an Hunderte von Nutzern, nachdem ein Mitarbeiter bei einer Bonusauszahlung den falschen Währungscode eingegeben hatte.
Fat‑Finger‑Fehler löst sofortigen Marktverkauf aus
Ein Mitarbeiter wollte einen Zufallsbox‑Preis von 2.000 koreanischen Won im Wert von weniger als 2 US‑Dollar auszahlen, gab jedoch versehentlich BTC ein, so Dumpster DAO‑Kernmitglied Definalist, der den Vorfall erstmals am 6. Februar meldete.
In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass durch den Vorfall keine Verluste oder Schäden an Kundengeldern entstanden seien.
Der Fehler löste sofortigen Verkaufsdruck aus, als die Empfänger die Bitcoin auf der Börse verkauften.
Der Bitcoin‑Preis auf der Bithumb‑Plattform fiel im Vergleich zu anderen Märkten wie Phemex um 10 %, wobei der Vermögenswert auf Bithumb kurzzeitig um die 56.000 US‑Dollar gehandelt wurde, während er auf globalen Börsen weiterhin über 66.000 US‑Dollar lag.
Preiseffekt auf eine einzige Börse begrenzt
Der Preiseinbruch blieb weitgehend auf Bithumb beschränkt, da das Orderbuch der Börse isoliert ist. Nutzer verkauften enorme Mengen an BTC direkt auf der Plattform und überlasteten deren Liquidität.
Der Bitcoin‑Preis auf Bithumb hat sich nach dem Vorfall wieder auf über 66.000 US‑Dollar erholt, nachdem er zwischenzeitlich auf etwa 56.000 US‑Dollar gefallen war, wie Crypto Briefing berichtete.
Bithumb schweigt zu Plänen zur Rückabwicklung
Bithumb hat die Details des angeblichen Übertragungsfehlers oder die genaue Menge der betroffenen Bitcoin bislang nicht öffentlich bestätigt.
Es ist ebenfalls unklar, ob die Gelder erfolgreich abgezogen, eingefroren oder zurückgebucht wurden oder ob betroffene Trades rückgängig gemacht werden.
Auch lesen: Why Michael Saylor Says Acting Too Fast On Quantum Threats Could Destroy Bitcoin Instead Of Save It
Regulatorische Prüfung verschärft sich angesichts operativer Pannen
Der operative Fehler kommt für Bithumb zu einem sensiblen Zeitpunkt.
Am 4. Februar entsandte die südkoreanische Fair Trade Commission Ermittler in die Bithumb‑Zentrale, um zu untersuchen, ob Werbeanzeigen, in denen behauptet wird, die Börse verfüge über die höchste Liquidität im inländischen Kryptobörsensektor, potenziell irreführend oder übertrieben seien.
Bithumb hat eine bewegte Vergangenheit mit Sicherheits‑ und Betriebsproblemen.
2017 führte eine Datenschutzverletzung zur Offenlegung von Kundendaten, und in einem Urteil von 2020 wurde die Börse in einem Fall, in dem ein Nutzer 27.200 US‑Dollar verlor, teilweise haftbar gemacht.
Als Nächstes lesen: Why The World's Biggest Stablecoin Issuer Just Invested $150M In Gold During A Market Crisis
