Wie XRPs Schlüsselrotationsfunktion einen Quantenschild schafft, den Bitcoin fehlt

Wie XRPs Schlüsselrotationsfunktion einen Quantenschild schafft, den Bitcoin fehlt

XRP (XRP) dürfte deutlich weniger zukünftigen Bedrohungen durch Quantencomputer ausgesetzt sein als Bitcoin (BTC). Nur 0,03 % seines zirkulierenden Angebots gelten als verwundbar, verglichen mit geschätzten 35 % von BTC.

Quantenaudit des XRP Ledgers

Ein Validator auf dem XRP Ledger mit dem Namen Vet führte diese Woche ein vollständiges Audit zur Quantenverwundbarkeit des Netzwerks durch. Die Überprüfung ergab, dass rund 300.000 XRP-Konten mit 2,4 Milliarden Token noch nie eine Transaktion gesendet haben, was bedeutet, dass ihre öffentlichen Schlüssel im Netzwerk verborgen bleiben. Diese Konten sind standardmäßig quantensicher.

Nur zwei ruhende Wal-Konten – mit zusammen 21 Millionen XRP – wurden als exponiert identifiziert. Beide haben vor mindestens fünf Jahren Transaktionen getätigt und ihre Signaturschlüssel seitdem nicht rotiert.

Das XRPL bietet eine integrierte Schlüsselrotationsfunktion, mit der Nutzer ihren Signaturschlüssel austauschen können, ohne Gelder zu bewegen. Mayukha Vadari, Staff Software Engineer bei Ripple, verwies zudem auf den Treuhand-Zeitverschlussmechanismus (Escrow Time Lock) des Ledgers als zusätzliche Verteidigungsschicht. „Zeitverschlüsse sind auch nicht hashbasiert, man kommt einfach nicht hinein, bevor diese Zeit verstrichen ist“, sagte Vadari.

Ein Risiko bleibt für lang ruhende Konten bestehen, deren Inhaber möglicherweise den Zugriff verloren haben oder schlicht nicht mehr hinsehen.

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Bitcoins struktureller Nachteil

Bitcoin steht vor einem strukturell tiefergehenden Problem. Anders als das XRPL verfügt die Bitcoin-Blockchain über keine native Schlüsselrotation. Die einzige Verteidigung besteht darin, Gelder auf eine frische Adresse zu verschieben – doch diese Transaktion legt den alten öffentlichen Schlüssel für etwa 10 Minuten im Mempool offen.

Ein großer Teil der frühen BTC wurde im P2PK-Format gemined, das öffentliche Schlüssel direkt im Transaktionsoutput offenlegt. Dazu gehören auch Satoshi Nakamotos geschätzte 1 Million BTC, die sich noch nie bewegt haben. Bitcoin-Entwickler arbeiten inzwischen an Vorschlägen zur Quantenresistenz, doch bislang ist keine Lösung umgesetzt.

Googles Quantenwarnung

Die breitere Alarmierung kam von Google, das schätzte, dass eine ausreichend leistungsfähige Quantenmaschine historische Blockchains mit weniger Rechenleistung ausnutzen könnte als bisher angenommen. Die Forschungsarbeit des Unternehmens legt nahe, dass rund 6,9 Millionen BTC – nahezu 35 % von Bitcoins zirkulierendem Angebot – in verwundbaren Adressformaten liegen.

Im Gegensatz dazu liegt der exponierte Anteil von XRP bei lediglich 0,03 %. Diese Kluft spiegelt einen grundlegenden Designunterschied wider: XRPs kontobasiertes Modell und optionale Schlüsselrotation geben Inhabern Werkzeuge an die Hand, die Bitcoins Architektur derzeit nicht bereitstellt.

„Das XRP Ledger ist kontobasiert und erlaubt die Rotation des Signaturschlüssels“, schrieb Vet auf X. „Das ist natürlich keine perfekte Lösung, und tatsächlich quantenresistente Algorithmen werden letztlich übernommen werden.“

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