XRP (XRP) steht unter Druck knapp unter der Marke von 1 US‑Dollar: Rund 2,16 Mrd. US‑Dollar an neuen Long‑Positionen treffen auf eine angeschlagene Marktstimmung, während das schnelle Angebotswachstum von RLUSD (RLUSD) als mögliches Gegengewicht zum bärischen Setup gehandelt wird.
Wichtigste Punkte:
- 2,16 Mrd. US‑Dollar an neuen Longs machen XRP‑Bullen unterhalb von 1 US‑Dollar besonders verwundbar.
- XRP liegt im August mehr als 6 % im Minus, während die zugehörigen ETFs in diesem Monat nur gut 3 Mio. US‑Dollar Nettomittelzuflüsse verzeichnen.
- RLUSD wächst binnen sieben Tagen um 132 Mio. US‑Dollar – just in dem Moment, in dem der XRP‑Kurs an Dynamik verliert.
XRP: Hebelrisiko nimmt zu
XRP rutschte zu Wochenbeginn unter die psychologisch wichtige Marke von 1 US‑Dollar und verschärfte damit den Druck auf einen Markt, der ohnehin von gehebelten Long‑Positionen dominiert wird. TradingView‑Daten, auf die sich die Analyse stützt, zeigen fast 2,16 Mrd. US‑Dollar an neuen Longs – ein Setup, das bei weiter fallenden Kursen einen Liquidationsstrudel auslösen könnte.
Von den Juli‑Gewinnen ist der Token weiterhin deutlich entfernt. Ethereum (ETH) konnte im August dagegen bislang rund 1,7 % zulegen. Laut den im Bericht zitierten SoSoValue‑Zahlen verzeichneten XRP‑ETFs im gleichen Zeitraum nur etwas mehr als 3 Mio. US‑Dollar an Nettomittelzuflüssen.
Dieser Vergleich wird im Bericht als Hinweis gewertet, dass die institutionelle Nachfrage nach XRP klar hinter jener nach Ethereum zurückbleibt.
Das kurzfristige Risiko liegt auf der Hand: Gelingt XRP kein nachhaltiger Sprung zurück über 1 US‑Dollar, könnten Zwangsliquidationen die Verluste auf stark gehebelten Long‑Positionen verstärken. In der Analyse wird 0,98 US‑Dollar als nächste relevante Unterstützungszone auf der Unterseite genannt.
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RLUSD: Angebotswachstum als Kontrast
RLUSD war in den vergangenen sieben Tagen der am schnellsten wachsende Vermögenswert und legte laut Token Terminal um 132 Mio. US‑Dollar zu. Ripple verbuchte als Emittent denselben Zuwachs. Damit expandiert das Stablecoin‑Angebot, obwohl XRP selbst kaum in Fahrt kommt.
Analysten verweisen zudem auf das XRP/ETH‑Verhältnis. Eine technische Gegenbewegung in diesem Paar könne das Argument für XRP stärken – vorausgesetzt, das übergeordnete Marktumfeld dreht wieder in Richtung Risikoappetit.
Steigende RLUSD‑Bestände und höhere On‑Chain‑Aktivität könnten die Nutzung des XRP Ledgers ankurbeln und damit für ein freundlicheres Umfeld für XRP sorgen, falls der breitere Kryptomarkt in einen „Risk‑On“-Modus wechselt. Das ändert jedoch nichts an den bestehenden Hebelrisiken.
Das aktuelle Bild bei XRP: Ein schwacher August folgt auf einen robusten Juli. Der Token liegt seit Monatsbeginn mehr als 6 % im Minus und pendelt um die psychologisch wichtige Marke von 1 US‑Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den unmittelbaren Druck entschärfen. Bleibt der Kurs hingegen darunter, rückt das Abwärtsszenario mit einem Rücksetzer auf 0,98 US‑Dollar weiter in den Vordergrund.
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