Das von Ripple unterstützte Unternehmen Evernorth ist seinem geplanten Nasdaq-Listing einen Schritt nähergekommen. Mit der Einreichung von Nachtrag Nr. 7 zu seiner S‑4-Registrierungserklärung hält der Spezialist für XRP-(XRP)-Treasury-Lösungen seinen Fusions- und Börsengangprozess auf Kurs.
Zentrale Punkte:
- Evernorth hat am 25. August Nachtrag Nr. 7 bei der SEC eingereicht, um einen fehlenden Signaturblock von Ripple nachzuholen.
- Laut Unternehmen ändert der Nachtrag weder die Transaktionsbedingungen noch den Inhalt von Proxy Statement und Prospekt.
- Die geplante Kombination soll Evernorth – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, Aktionärszustimmung und Börsenanforderungen – unter dem Ticker XRPN an die Nasdaq bringen.
Evernorth-Einreichung bei der SEC
Laut der SEC-Einreichung bezieht sich der Nachtrag vom 25. August auf die geplante Unternehmensfusion zwischen Evernorth Holdings, Pathfinder Digital Assets LLC und Armada Acquisition Corp. II. Die Transaktion steht weiterhin unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen.
Evernorth erklärte, der Nachtrag sei ausschließlich erforderlich geworden, weil auf der bisherigen Signaturseite ein Feld für Ripple Labs Inc. fehlte, den alleinigen Eigentümer von Pathfinder Digital Assets. Weitere Anpassungen am Dokument habe es nicht gegeben.
Die zugrunde liegende Vereinbarung über die Unternehmenszusammenführung wurde am 19. Oktober 2025 von Armada II, Evernorth, Pathfinder, zwei Fusions-Tochtergesellschaften und Ripple Labs unterzeichnet.
Kommt die Transaktion zustande und werden die Listing-Voraussetzungen erfüllt, soll das fusionierte Unternehmen an der Nasdaq unter dem Ticker XRPN gehandelt werden.
Lesetipp: OpenAI-Investment könnte SoftBanks 20-Milliarden-Dollar-Anleihe befeuern
Zugang zum XRP-Markt
Ein erfolgreiches Listing würde Aktienanlegern einen weiteren Zugang zu XRP-Exposure eröffnen, ohne dass sie den Token direkt halten müssen. Evernorth positioniert sich dabei als spezialisierte Digital-Asset-Treasury- Gesellschaft.
Asheesh Birla, CEO von Evernorth, betont, dass das Unternehmen Anlegern mehr als nur ein passives Engagement in der XRP-Preisentwicklung bieten will. Die Strategie umfasst die Verwaltung der Treasury-Positionen über institutionelle Kreditvergabe, Liquiditätsbereitstellung und DeFi-Instrumente. Diese Aktivitäten eröffnen zwar Zusatzertragschancen, setzen Aktionäre aber zugleich den typischen Krypto- und Ausführungsrisiken aus.
Der jüngste Nachtrag selbst stellt keinen neuen Kurstreiber für XRP dar; die Einreichung enthält auch keinen Hinweis darauf, dass ein Nasdaq-Listing den Marktwert des Tokens erhöhen würde. Eine etwaige Marktreaktion hängt vielmehr von der Investorennachfrage, dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion und dem allgemeinen Umfeld im XRP-Handel ab.
Evernorths Pläne für den Gang an den öffentlichen Kapitalmarkt reichen zurück bis Oktober 2025. Damals kündigte das Unternehmen eine Unternehmensfusion an, die brutto mehr als 1 Milliarde US‑Dollar einspielen sollte – darunter 200 Millionen US‑Dollar von SBI Holdings.
Armada II hatte sein Nasdaq-Kürzel bereits am 30. Oktober 2025 von AACI auf XRPN geändert. Vor diesem Hintergrund ist der Nachtrag vom 25. August vor allem ein formaler Zwischenschritt in einem länger laufenden Prozess.
Weiterlesen: Japan visiert Blockchain-Abwicklung bis Anfang der 2030er für Anleihemärkte von 7 Billionen US‑Dollar an

