Ein aktiver Exploit leert Hunderte Krypto-Wallets über mehrere Blockchain-Netzwerke hinweg, wobei die Verluste laut blockchain investigator ZachXBT derzeit etwa 107.000 $ erreichen und weiter steigen. Der Angriff zielt auf Wallets auf mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) kompatiblen Blockchains ab und entzieht jedem Opfer kleine Beträge.
Was passiert ist: Koordinierte Wallet-Drains
Der Ermittler identifizierte den Vorfall am 2. Januar und berichtete, dass betroffene Wallets jeweils weniger als 2.000 $ verloren haben. ZachXBT markierte die verdächtige Adresse 0xAc2e5153170278e24667a580baEa056ad8Bf9bFB als potenziell mit den laufenden Diebstählen verbunden.
„Es scheint, dass derzeit Hunderte von Wallets auf verschiedenen EVM-Chains um kleine Beträge (insgesamt <2.000 $ pro Opfer) geleert werden, wobei die eigentliche Ursache noch nicht identifiziert ist. Bisher wurden etwa 107.000 $ abgezogen, und die Gesamtsumme steigt weiter an“, schrieb ZachXBT auf Telegram.
Die genaue Ursache ist weiterhin unbekannt. Nutzer auf X berichteten laut dem Bedrohungsforscher Vladimir, dass sie eine Phishing-E-Mail erhielten, die sich als MetaMask ausgab und fälschlicherweise ein obligatorisches Upgrade forderte.
Einige Analysten spekulieren, dass die Aktivität mit Trust Wallet's recent browser extension incident in Verbindung stehen könnte. Letzte Woche tauchte eine bösartige Version der Browser-Erweiterung von Trust Wallet (v2.68) im Chrome Web Store auf, die es Angreifern ermöglichte, auf Wallet-Daten zuzugreifen und unautorisierte Transaktionen auszuführen. Das Team identifizierte 2.520 betroffene Wallet-Adressen, bei denen etwa 8,5 Millionen $ an Vermögenswerten über 17 von Angreifern kontrollierte Adressen abgezogen wurden.
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Warum das wichtig ist: Wachsende Bedrohung
Daten von Chainalysis zeigen, dass im Jahr 2025 Kompromittierungen einzelner Wallets für etwa 20 % des insgesamt im Krypto-Ökosystem gestohlenen Wertes verantwortlich waren.
Angreifer führten schätzungsweise 158.000 Wallet-Übergriffe durch und beeinträchtigten mindestens 80.000 einzigartige Opfer.
„Das deutet darauf hin, dass Angreifer mehr Nutzer ins Visier nehmen, aber pro Opfer kleinere Beträge stehlen“, erklärte Chainalysis.
Die Zahl der Opfer hat sich in drei Jahren verdoppelt, während sich die Gesamtzahl der Vorfälle seit 2022 nahezu verdreifacht hat, als etwa 54.000 Wallet-Kompromittierungen rund 40.000 Nutzer betrafen.
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