Projekt-Pigeon-Konsortium gründet APAC-Arbeitsgruppe für Governance-Standards bei offenen Blockchains

Neues APAC-Konsortium entwickelt Governance- und Risikorahmen für offene Blockchains, um sichere, regulierungskonforme Nutzung durch Finanzinstitute zu ermöglichen.
vor 1 Stunde
Projekt-Pigeon-Konsortium gründet APAC-Arbeitsgruppe für Governance-Standards bei offenen Blockchains

Gemeinsame Initiative von Elliptic, der Digital Asset Association (DAA), dem Responsible Fintech Institute (RFI) und Baker McKenzie Wong & Leow zur Etablierung eines einheitlichen, branchenweiten Rahmenwerks für Risikomanagement – mit dem Ziel, sichere Innovation zu fördern und die Einstufung als Krypto-Assets der Gruppe 1 zu unterstützen.

SINGAPUR, 13. August 2026 /PRNewswire/ -- Das von Elliptic, der Digital Asset Association (DAA), dem Responsible Fintech Institute (RFI) und Baker McKenzie gemeinsam einberufene Projekt-Pigeon-Konsortium hat heute die Gründung von „Project Pigeon: A Working Group for Permissionless Blockchain Governance in APAC“ bekanntgegeben. Die regionale Initiative zielt darauf ab, sichere und regulierungskonforme Innovationen auf öffentlichen Blockchain-Netzwerken voranzutreiben und Finanzinstituten belastbare Rahmenbedingungen an die Hand zu geben, um sich in einem sich rasch wandelnden Regulierungsumfeld sicher zu bewegen.

RFI Logo

Der Name des Projekts verweist auf Brieftauben und spiegelt das Ziel des Konsortiums wider, vertrauenswürdige Governance-Rahmen zu entwickeln, die eine sichere Kommunikation und Wertübertragung über offene, dezentral organisierte Blockchain-Netzwerke hinweg ermöglichen.

Die Gründung der Arbeitsgruppe erfolgt vor dem Hintergrund des im April 2026 veröffentlichten Konsultationspapiers der Monetary Authority of Singapore (MAS) zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets auf permissionless Blockchains. Ein zentrales Ziel von Project Pigeon ist es, Banken und Finanzinstituten Hilfestellung bei der Bewertung und Bearbeitung der in diesem Papier adressierten regulatorischen Fragestellungen zu geben – über ein Rahmenwerk, das entlang von vier zentralen Risikopfeilern strukturiert ist, von denen jeweils ein Konsortialpartner als Co-Koordinator fungiert:

  • Governance-Risiko (geführt vom RFI): Umgang mit Knotenpunkt-Konzentration, Sicherstellung von Governance-Transparenz sowie Durchsetzung klarer Verantwortlichkeiten in dezentralen Ökosystemen.
  • Technologie-Risiko (geführt von der DAA): Begrenzung von Bedrohungen wie 51%-Angriffen, Protokollschwachstellen, Smart-Contract-Exploits und weitergehenden Infrastrukturrisiken.
  • Risiko der Settlement-Finalität (geführt von Baker McKenzie): Bewertung von Konsensmechanismen, Einordnung probabilistischer versus deterministischer Finalität und Herstellung rechtlicher Sicherheit im Hinblick auf die Endgültigkeit von Abwicklungen.
  • AML/CFT-Risiko (geführt von Elliptic): Bewältigung von Herausforderungen durch Pseudonymität, Aufbau wirksamer Sanktionsscreenings, Nutzung fortgeschrittener On-Chain-Analysen, Sicherstellung der Travel-Rule-Compliance sowie Verknüpfung mit dem aufsichtsrechtlichen Gesamtrisiko.

Die Arbeitsgruppe vereint ein breites Spektrum an Marktteilnehmern: Geschäfts- und Investmentbanken, krypto-native Unternehmen, Digital-Asset-Börsen sowie etablierte Finanzinstitute aus der gesamten Asien-Pazifik-Region (APAC). Zur Unterstreichung der systemischen Bedeutung des Vorhabens hat Project Pigeon Beobachter- und Beratungsmandate für führende Aufsichts- und Regulierungsbehörden geschaffen.

Baker McKenzie fungiert als offizielles Sekretariat des Konsortiums und übernimmt die umfassende redaktionelle Steuerung, die Koordination des Dialogs mit den Aufsichtsbehörden sowie das Management der Governance-Prozesse des Zusammenschlusses. Der strukturierte Arbeitsmodus umfasst zweiwöchentliche Plenumssitzungen, fokussierte Treffen der vier fachlichen Untergruppen, vierteljährliche Abstimmungspunkte mit Regulatoren und monatliche Reviews durch das zentrale Steering Committee, dem DAA, RFI, Elliptic und Baker McKenzie angehören.

Ergebnis der Konsortialarbeit soll ein maßgeblicher Branchenleitfaden mit dem Titel „Pigeon Permissionless Blockchains“ sein. Er wird ein praxisnahes, durchgängiges Rahmenwerk für den Lebenszyklus des Risikomanagements sowie umsetzbare Handlungsanweisungen für Risiko- und Compliance-Verantwortliche bereitstellen – unter Bezugnahme auf bestehende Branchenstandards und aufsichtsrechtliche Leitlinien. Die Publikation wird eine detaillierte Risikoklassifikation, Kataloge von Risikovorfallen, präventive und detektive Kontrollmechanismen, Governance-Strukturen, Methoden zur Überprüfung der Wirksamkeit von Kontrollen sowie Protokolle für das Issues-Management und Reporting enthalten. Ergänzend dazu veröffentlicht das Konsortium ein eigenes regulatorisches Briefing-Papier, das speziell auf Aufseher in der APAC-Region zugeschnitten ist. Die Veröffentlichung des Branchenleitfadens ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Im Hinblick auf das Ziel eines konsistenten, einheitlichen Rahmens kommentierten die Leiter der Projektstränge:

„Robuste Governance ist das fehlende Bindeglied zwischen dezentralen Idealen und institutioneller Realität. Unser Fokus liegt auf transparenten Verantwortlichkeitsstrukturen, die regulatorischen Erwartungen gerecht werden, ohne Innovation zu ersticken.“

Chia Hock Lai, Chairman, Responsible Fintech Institute (RFI)

„Die zugrunde liegende Technologie öffentlicher Chains ist enorm leistungsfähig, aber ebenso komplex. Wir erarbeiten konkrete Kontrollmechanismen, die Finanzinstitute vor Protokollschwachstellen und feindlichen Netzwerkaktionen schützen.“

Jag Foo, ExCo-Mitglied & Vorsitzender des Digital Assets Security Subcommittee, Digital Assets Association (DAA)

„Rechtssicherheit ist eine Grundvoraussetzung für funktionierende Finanzmärkte. Mit der fortschreitenden Nutzung permissionless Blockchain-Netzwerke steigt der Bedarf der Finanzinstitute an Klarheit über rechtliche und Governance-relevante Fragestellungen. Project Pigeon bietet eine Plattform, um diese Themen zu analysieren und praxistaugliche Lösungsansätze für die Branche mitzuentwickeln.“

Stephanie Magnus, Principal, Financial Services Regulatory and FinTech, Baker McKenzie Wong & Leow

„Mit der zunehmenden Nutzung offener Chains müssen auch unsere Ansätze zur Bekämpfung von Finanzkriminalität weiterentwickelt werden. Indem wir fortgeschrittene On-Chain-Analysen und Travel-Rule-Compliance direkt in operative Abläufe integrieren, stellen wir sicher, dass Transparenz und Sicherheit Hand in Hand gehen.“

June Lau, APAC Head of Policy and Regulatory Affairs, Elliptic

Interessierte Finanzinstitute, Technologieanbieter und Aufsichtsbehörden sind eingeladen, sich an den Arbeitsgruppen zu beteiligen oder Beiträge in der öffentlichen Konsultationsphase einzubringen. Für Interessenbekundungen, fachliche Beiträge oder den Erhalt offizieller Updates steht das Sekretariat von Project Pigeon als Ansprechpartner zur Verfügung.

ÜBER PROJECT PIGEON

Project Pigeon ist eine regionale Arbeitsgruppe und ein Branchenbündnis mit dem Ziel, Governance- und Risikomanagement-Standards für die Nutzung von permissionless Blockchains durch Finanzinstitute in der APAC-Region zu etablieren. Das von Elliptic, DAA, RFI und Baker McKenzie einberufene Projekt schlägt die Brücke zwischen dezentraler Technologie und institutioneller Regulierungspraxis.

ÜBER ELLIPTIC

Elliptic ist ein weltweit führender Anbieter im Bereich Krypto-Asset-Risikomanagement für Kryptounternehmen, Regierungen und Finanzinstitute. Als „Technology Pioneer“ des World Economic Forum ausgezeichnet, schützt Elliptic die Krypto-Ökonomie mit fortschrittlichen On-Chain-Analysen und Lösungen zur Einhaltung von AML/CFT-Vorgaben vor Finanzkriminalität.

ÜBER DIE DIGITAL ASSET ASSOCIATION (DAA)

Die Digital Asset Association (DAA) ist eine Branchenorganisation, die sich dem Aufbau eines verantwortungsvollen, sicheren und innovativen Digital-Asset-Ökosystems widmet. Die DAA arbeitet mit politischen Entscheidern, Technologieentwicklern und Finanzinstituten zusammen, um Best Practices zu fördern und technologische Risiken in der Blockchain-Infrastruktur zu mitigieren.

ÜBER DAS RESPONSIBLE FINTECH INSTITUTE (RFI)

Das Responsible Fintech Institute (RFI) ist eine globale Non-Profit-Organisation mit Sitz in Singapur. Ziel ist es, eine sichere, vertrauenswürdige und belastbare Zukunft für digitale Finanzdienste zu schaffen, indem digitale Infrastrukturen aufgebaut werden, die verantwortungsvolle Innovation unterstützen. RFI bringt Akteure aus öffentlichem und privatem Sektor zusammen, um die erforderlichen Regeln und Technologien für neue digitale Finanzinstrumente zu entwickeln und so eine nachhaltige und inklusive Digital-Asset-Welt für alle zu ermöglichen.

ÜBER BAKER MCKENZIE WONG & LEOW

Baker McKenzie unterstützt seine Mandanten dabei, sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. Die Kanzlei bietet umfassende, praxisorientierte Rechtsberatung, die komplexe Sachverhalte in klare, umsetzbare Handlungsempfehlungen übersetzt. Ihre Anwältinnen und Anwälte vereinen unterschiedliche Kulturen und Jurisdiktionen und verbinden lokales Know-how mit internationaler Expertise, um grenzüberschreitend tätige Unternehmen zu begleiten.

Die globale Fintech-Praxis von Baker McKenzie berät Finanzinstitute, Fintech-Innovatoren, Digital-Asset-Unternehmen und Technologiefirmen zu komplexen rechtlichen, regulatorischen und Governance-Fragen rund um neue Technologien und digitale Finanzdienstleistungen. Aufbauend auf Erfahrung in etablierten wie in aufstrebenden Märkten unterstützt das Team Mandanten dabei, sich in sich wandelnden Regulierungsrahmen zurechtzufinden, rechtliche und Governance-Aspekte zu bewerten und eine verantwortungsvolle Entwicklung und Einführung innovativer Finanzservices zu fördern. Die Arbeit umfasst u. a. die Bereiche Digital Assets, digitale Zahlungen, Tokenisierung, Marktinfrastruktur und weitere technologiegestützte Finanzdienstleistungen.

Baker McKenzie Wong & Leow ist die Singapur-Mitgliedskanzlei von Baker McKenzie.

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