Apple hält an einem grundlegend glasbasierten iPhone-Redesign zum 20-jährigen Jubiläum des Geräts im Jahr 2027 fest – entgegen einer Analyse von Jefferies, in der das neue Design bereits für tot erklärt wurde.
Wichtigste Punkte:
- Zwei iPhone-Pro-Modelle mit den Codenamen V73 und V74 befinden sich in Tests; Glas auf Vorder- und Rückseite wölbt sich in einen Metallrahmen.
- Jefferies stufte Apple auf „Underperform“ ab und senkte das Kursziel nach Lieferketten-Checks von 285,56 auf 263,66 US‑Dollar.
- Apple-Aktien schlossen am Montag 1,53 % im Minus bei 308,26 US‑Dollar; das iPhone steuert weiterhin rund die Hälfte des Konzernumsatzes bei.
Glas-iPhone-Design bleibt für 2027 auf Kurs
Mark Gurman berichtete, dass mit den Plänen vertraute Personen zwei Pro-Modelle beschrieben, die intern als V73 und V74 laufen und bereits erprobt werden. Glas bedeckt Vorder- und Rückseite, zieht sich gebogen über die Seiten und trifft auf ein Metallband, das die Mitte durchzieht. Laut einer eingeweihten Person ist Apples Produkt-Roadmap hinter diesen Geräten unverändert.
Das Designstudio von Apple hatte ursprünglich eine noch ambitioniertere Variante vertreten, die Glas deutlich stärker in den Vordergrund und Metall in den Hintergrund rücken sollte. Doch Apple verwarf diesen Ansatz früh, nachdem sich das nahtlose Fügen der Glas-Panels als zu problematisch erwies. Die Konstruktion ließ sich schlicht nicht in industriellem Maßstab realisieren.
Ein vollständig aus Glas gefertigtes iPhone bleibt mit den derzeitigen Fertigungsmethoden außer Reichweite; die nun getestete Version ist ein deutlich pragmatischerer Kompromiss. Neue iPhone-Designs werden üblicherweise rund ein Jahr vor dem Marktstart im Herbst finalisiert. Entsprechend befindet sich die 2027er-Generation nun in einer späten Testphase, größere Änderungen wären nur noch bei gravierenden Problemen zu erwarten.
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Edison-Lee-Abstufung spaltet Apple-Analysten
Edison Lee von Jefferies informierte seine Kunden am Montag, seine Checks entlang der Lieferkette deuteten darauf hin, dass das komplett verglaste iPhone wegen zu niedriger Produktionsausbeute gestrichen worden sei – ein „schwerer Rückschlag“, wie er es nannte. Er stufte die Aktie von „Hold“ auf „Underperform“ ab, senkte sein Kursziel von 285,56 auf 263,66 US‑Dollar und kappte seine Gewinnschätzungen für die Geschäftsjahre 2028 und 2029.
Lee war davon ausgegangen, dass das Glas-Konzept sowohl beim Pro als auch beim Pro Max Einzug hält und damit die durchschnittlichen Verkaufspreise steigen, just in einer Phase, in der Speicherpreise branchenweit anziehen. Gene Munster hingegen stellte sich gegen diese Lesart und verwies darauf, dass die Umsatzprognose für das Septemberquartal mit einem erwarteten Plus von 9 bis 11 % besser sei, als viele Investoren zunächst interpretiert hätten. Die Apple-Aktie schloss den Handelstag letztlich 1,53 % tiefer bei 308,26 US‑Dollar.
Apples Pipeline wartet auf John Ternus
Die Debatte ist nicht akademisch: Das iPhone steht noch immer für etwa die Hälfte des Apple-Umsatzes, zuletzt stiegen die Verkäufe im Quartal um 22 %.
John Ternus übernimmt am 1. September den Posten des CEO und erbt eine Produktpipeline, die von Datenbrillen über Kamera‑AirPods bis hin zu neuen Geräten für den Wohnbereich reicht.
Spekulationen über ein nahezu nahtloses Glas-iPhone sind nicht neu. Berichte über ein Jubiläums-Redesign kursieren mindestens seit 2025, als das Unternehmen angeblich ein Display ohne Aussparungen anstrebte.
Apple reichte bereits 2019 einen Patentantrag für ein Gehäuse aus sechs Glasflächen ein – lange vor der aktuellen Kontroverse. Seither streiten Analysten vor allem über den Zeitpunkt der Markteinführung.





