Apple stellt am 9. September sein erstes faltbares iPhone vor – ein Smartphone im Buchformat, das laut übereinstimmenden Berichten auf ein 7,8-Zoll-Display aufklappt und preislich nahe 2.000 Dollar startet.
Wichtigste Punkte:
- Apple dürfte am 9. September in Cupertino sein erstes faltbares iPhone vorstellen – die erste große Keynote unter dem neuen CEO John Ternus.
- Unabhängige Leaks deuten auf ein Buchdesign, einen Touch-ID-Powerbutton und einen Einstiegspreis knapp unter 2.000 Dollar.
- Das Analysehaus IDC erwartet, dass der Start die Auslieferungen faltbarer Geräte in diesem Jahr um 13 % auf 22,9 Millionen Einheiten nach oben zieht.
iPhone-Ultra-Displays und Preis nehmen Konturen an
Das in der Gerüchteküche iPhone Ultra genannte Gerät klappt zu einem kompakten, reisepassähnlichen Format zusammen. Aufgeklappt präsentiert es einen rund 7,8 Zoll großen Innenscreen im 4:3-Format – näher an einem iPad mini als an jedem aktuellen iPhone. Ein äußeres Display mit etwa 5,5 Zoll übernimmt Anrufe, Nachrichten und schnelle Aufgaben, solange das Gerät geschlossen bleibt.
Beim Preis herrscht ähnliche Einigkeit: Die Basisvariante wird von den meisten Schätzungen nahe 2.000 Dollar verortet.
Mehrere Analysten rechnen damit, dass Modelle mit größerem Speicher Richtung 2.500 Dollar klettern. Zum Vergleich: Das aktuelle Flaggschiff iPhone 17 Pro Max startet bei rund 1.200 Dollar. Das Foldable würde damit eine eigene, klar darüber angesiedelte Preisklasse bilden.
Drei weitere Merkmale ziehen sich durch die Berichterstattung – jeweils mit klaren Kompromissen. So soll Apple darauf verzichten, Face ID zu verbauen, und stattdessen auf einen Fingerabdrucksensor im Powerbutton setzen. Außerdem soll auf ein Teleobjektiv verzichtet werden, sodass auf der Rückseite nur zwei Kameras ohne optischen Zoom zum Einsatz kommen. Softwareseitig wird eine angepasste Version von iOS erwartet – nicht iPadOS –, die auf dem großen Display vor allem parallele Apps ermöglicht.
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Dan Ives und IDC zu den Chancen des Foldables
Dan Ives, Partner bei Yorkville Ives & Co., bezeichnete das Foldable in einem Interview mit CBS News als potenziellen großen Erfolg und betonte, der Zeitpunkt passe zu einem neuen Hardware-Kapitel unter dem neuen CEO John Ternus.
Melissa Otto, Forschungschefin bei S&P Global Visible Alpha, sieht in dem Event eine Bühne, auf der Apple erklären müsse, warum die eigene Interpretation des Foldables besondere Aufmerksamkeit verdiene. Gleichzeitig drängten Investoren auf belastbare Signale zur KI-Strategie.
Die Bedeutung des Produkts reicht über ein einzelnes Modell hinaus. In Apples Heimatmarkt ist der Smartphone-Markt weitgehend gesättigt; in den USA sind bereits rund 158 Millionen iPhones im Umlauf. Das Marktforschungsinstitut IDC geht davon aus, dass der Einstieg von Apple die Auslieferungen faltbarer Smartphones in diesem Jahr um 13 % auf 22,9 Millionen Einheiten erhöht – obwohl der Gesamtmarkt für Smartphones laut IDC um 16,7 % schrumpfen dürfte.
Apples Faltpläne: Jahre der Verzögerung
Die Keynote am Mittwoch ist zugleich die erste, die vollständig von Ternus verantwortet wird. Er folgte Tim Cook am 1. September nach und verbrachte den Großteil seiner 25-jährigen Apple-Laufbahn in der Hardware-Entwicklung, unter anderem an iPad- und AirPods-Generationen.
Spekulationen über ein faltbares iPhone kursieren seit Jahren. Frühe Berichte nannten 2020 als Starttermin, der sich dann immer weiter nach hinten verschob – offenbar, weil Apple mit der Haltbarkeit der Scharniere und der sichtbaren Displayfalte rang, die Konkurrenzmodelle bis heute prägt. Samsung verkauft hingegen bereits seit 2019 faltbare Smartphones im Buchformat. Apple wiederum warnt, dass Lieferengpässe die Verfügbarkeit des ersten Modells begrenzen könnten; manche Käufer dürften wohl bis ins vierte Quartal warten müssen.
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