Apple hat sich den Titel als wertvollstes Unternehmen der Welt zurückgeholt – und ein milliardenschwerer KI-Deal mit Google liefert nun das zentrale Argument für den Herbst.
Wichtigste Punkte:
- Apple kommt an der Börse auf rund 4,94 Billionen US‑Dollar und liegt damit vor Nvidias 4,83 Billionen.
- Apple überweist Google rund 1 Mrd. US‑Dollar pro Jahr für ein maßgeschneidertes Gemini-Modell, das Siri antreibt.
- Der generalüberholte Assistent kommt im September mit iOS 27 – parallel zum iPhone 18 Pro und dem ersten Faltgerät.
Apple überholt Nvidia beim Börsenwert
Die Apple-Aktie legte am Montag um mehr als 1 % zu und hievte den Börsenwert auf etwa 4,94 Billionen US‑Dollar. Nvidia rutschte mit rund 4,83 Billionen auf Rang zwei. Die Aktie von Apple hat seit Jahresbeginn über 22 % zugelegt – der mit Abstand stärkste Wert unter den „Magnificent Seven“ der US‑Tech-Giganten. Nvidia kommt im selben Zeitraum auf etwa 7 % Plus.
Nvidia hatte seit Juni 2025 die Spitzenposition gehalten, nachdem der Konzern Microsoft überholt hatte, und war im Oktober als erstes Unternehmen überhaupt über die Marke von 5 Billionen US‑Dollar Marktkapitalisierung gestiegen – ein Niveau, das Apple bislang noch nicht erreicht hat.
An der Börse kommt Apples zurückhaltender Umgang mit KI‑Investitionen gut an. Die Sachinvestitionen sind in den vergangenen drei Quartalen gesunken, während Microsoft, Amazon und Meta diese Woche voraussichtlich weitere massive Ausgaben für Rechenzentren signalisieren werden.
Apple legt seine Quartalszahlen am Donnerstag nach US‑Börsenschluss vor.
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Google-Gemini-Deal stärkt Siri
Apple hat sich im Januar für Googles Modelle entschieden, um Siri von Grund auf neu aufzubauen. Der Konzern zahlt dem Vernehmen nach rund 1 Mrd. US‑Dollar pro Jahr für eine kundenspezifische Gemini-Variante mit etwa 1,2 Billionen Parametern. Das Modell ist rund achtmal größer als das System hinter Apple Intelligence, und besonders rechenintensive Anfragen werden auf Apples eigene Server ausgelagert statt zu Google zu wandern.
Jay Woods, Chefmarktstratege bei Freedom Capital Markets, sieht die jahrelange Kritik an Apples vergleichsweise kleinem KI‑Budget inzwischen als Vorteil: Während Wettbewerber die enormen Kosten für den Rechenzentrumsaufbau schultern, kann Apple auf zugekaufte Technologie setzen. HSBC hat die Aktie kürzlich auf „Kaufen“ hochgestuft und verweist auf neue KI‑Funktionalitäten und eine für Apple-Verhältnisse ungewöhnlich starke Produkt-Pipeline.
Die neu aufgelegte Siri wird im September mit iOS 27 ausgeliefert und ist im Update ohne Aufpreis enthalten.
iPhone‑18‑Start über zwei Saisons gestreckt
Erstmals wird Apple den Start des iPhone 18 auf zwei Saisons verteilen. Das faltbare Modell, das in manchen Leaks als iPhone Ultra geführt wird, dürfte oberhalb von 2.000 US‑Dollar starten.
Das iPhone 18 Pro und Pro Max kommen im September zusammen mit dem Foldable auf den Markt. Das Standard‑iPhone 18 sowie das günstigere 18e folgen dagegen erst im Frühjahr 2027.
Die Software war bereits mehrfach in Verzug geraten. Apple hatte 2024 eine personalisierte Siri vorgestellt, sie dann durch 2025 verschoben und die ersten Gemini‑gestützten Funktionen vom ursprünglich geplanten März‑Start in den Mai verlegt – Monate später als vorgesehen. Tim Cook übergibt den Posten des CEO am 1. September an John Ternus, sodass der September‑Launch zum ersten großen Produkttest unter der neuen Führung wird.
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