Arbitrum friert 71 Mio. $ in ETH nach Kelp-DAO-Exploit ein

Arbitrum friert 71 Mio. $ in ETH nach Kelp-DAO-Exploit ein

Der Sicherheitsrat von Arbitrum hat 71 Mio. $ in Ethereum (ETH) eingefroren, die mit einem Kelp DAO-Exploit in Verbindung stehen. Der Rat verschob 30.766 ETH in eine Zwischen-Wallet, auf die nur durch weitere Governance-Beschlüsse zugegriffen werden kann.

Was passiert ist

Der Sicherheitsrat überwies die betroffenen ETH am 21. April 2026. Die Ziel-Wallet ist eingefroren. Keine Partei kann die Gelder bewegen, ohne eine gesonderte Governance-Abstimmung. Arbitrum hat keinen Zeitplan für diese Abstimmung bekanntgegeben. Der Rat hat keine Einzelperson oder Gruppe als Verantwortliche für den Exploit benannt.

Kelp DAO ist ein Liquid-Restaking-Protokoll, das auf EigenLayer aufbaut. Nutzer hinterlegen ETH oder liquide Staking-Token und erhalten im Gegenzug rsETH.

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Wie der Arbitrum-Sicherheitsrat funktioniert

Arbitrum arbeitet mit einer Dual-Governance-Struktur. Die Arbitrum DAO besitzt weitreichende Protokollbefugnisse. Der Sicherheitsrat existiert parallel dazu. Er kann in Notfällen ohne vollständige DAO-Abstimmung handeln, wenn eine Bedrohung eine sofortige Reaktion erfordert.

Notfallbefugnisse ermöglichen es dem Rat, innerhalb von Stunden zu handeln. Normale Governance-Vorschläge auf Arbitrum benötigen mindestens mehrere Tage, um verabschiedet zu werden. Der Einsatz der Notfallbefugnisse in diesem Fall deutet darauf hin, dass die Gelder in unmittelbarer Gefahr waren.

Die 30.766 ETH befinden sich nun auf einer eingefrorenen Zwischenadresse. Jeder nächste Schritt erfordert eine erneute Governance-Abstimmung. Diese Struktur soll verhindern, dass der Rat über das anfängliche Einfrieren hinaus einseitig handelt.

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Wie es weitergeht

Die Arbitrum-Governance muss über das Schicksal der eingefrorenen ETH entscheiden. Typische Optionen in solchen Fällen umfassen die Rückgabe der Gelder an betroffene Nutzer, das Verbrennen der Token oder das Halten der Mittel, bis eine rechtliche oder On-Chain-Lösung gefunden ist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag kein öffentlicher Vorschlag vor.

Der rsETH-Token von Kelp DAO war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf großen Plattformen nicht ausgesetzt.

Der genaue Mechanismus des Exploits ist nicht bestätigt. Die Gesamthöhe der Verluste über die eingefrorenen 30.766 ETH hinaus ist nicht öffentlich bekannt.

DeFi-Exploits, die auf Liquid-Restaking-Protokolle abzielen, haben seit dem Start des EigenLayer-Mainnets zugenommen. Kelp DAO ist eines von mehreren Protokollen in dieser Kategorie. Nutzer, die rsETH halten, sollten die offiziellen Kanäle von Kelp DAO für weitere Updates im Auge behalten.

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