Die Blockchain-Technologie, die einst hauptsächlich mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht wurde, wird zunehmend von großen Banken weltweit übernommen. Nach anfänglichem Skeptizismus integrieren viele Bankgiganten nun Blockchain in ihre Betriebsabläufe, um Effizienz zu steigern und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Yellow.com beginnt eine Artikelserie über die weltweit führenden Banken, die Blockchain-Technologien einführen.
Wir untersuchen, warum jede Bank in diese Technologie investiert, die Anwendungsfälle, die sie verfolgt haben (von Sofortzahlungssystemen über die Verwahrung digitaler Vermögenswerte bis hin zur Tokenisierung von Wertpapieren), und wie diese Bemühungen sie für die Zukunft positionieren. Zusammen illustrieren sie, wie Blockchain beginnt, das globale Bankwesen umzugestalten und wie die Bankenlandschaft im kommenden „Blockchain-Zeitalter“ aussehen könnte.
In diesem Artikel werden wir die allgemeinen Begriffe besprechen und mit einer der Banken beginnen.
Was man wissen sollte:
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Globale Banken wie JPMorgan, HSBC und Citi führen die Blockchain-Adoption an, indem sie Initiativen in Echtzeitzahlungen, Asset-Tokenisierung und digitale Verwahrung vorantreiben.
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Blockchain im Bankwesen geht weit über Kryptowährung hinaus und bietet signifikante Verbesserungen in Transaktionsgeschwindigkeit, Datensicherheit und Transparenz.
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Expertenprognosen deuten darauf hin, dass Blockchain die Finanzmärkte umgestalten könnte, indem es Sofortabrechnungen, reduzierte Kosten und erhöhte Markteffizienz innerhalb des nächsten Jahrzehnts ermöglicht.
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Regelungsklarheit und Zusammenarbeit zwischen Banken sind Schlüsselkomponenten für die schnellere Blockchain-Akzeptanz in wichtigen Finanzinstituten weltweit.
Banken und andere Finanzinstitute haben Milliarden von Dollar in die Erforschung von Blockchain-Anwendungen investiert, angezogen von den Versprechen schnellerer Transaktionen und verschlankter Prozesse. Obwohl die Technologie im Bankwesen noch nicht weit verbreitet ist, sagen Befürworter, dass sie den Handel und die Buchführung effizienter und transparenter machen kann, weit über ihren anfänglichen Einsatz in Kryptomärkten hinaus. Dieser Wandel vollzieht sich, da Finanzinstitute erkennen, dass Blockchains dezentrales Ledger lange bestehende Probleme im Bankwesen adressieren kann.
Mehrere Faktoren treiben dieses Momentum an.
Die auffällige Volatilität der Kryptomärkte hat paradoxerweise den potenziellen Wert der zugrunde liegenden Blockchain-Infrastruktur im traditionellen Finanzwesen unterstrichen. Gleichzeitig klären Regulierungsbehörden schrittweise die Regeln, was Banken sicherer im Umgang mit digitalen Vermögenswerten macht. Beispielsweise haben Regulierungsbehörden in den USA begonnen, den Weg dafür freizumachen, dass Banken bestimmte Kryptodienstleistungen anbieten können. 2025 kündigte die FDIC an, dass Banken keine vorherige Genehmigung mehr benötigen, um sich an gesetzlich erlaubten Krypto-Aktivitäten zu beteiligen, solange die Risiken gemanagt werden. Solche politische Änderungen, verbunden mit wachsendem Kundeninteresse, haben Banken dazu ermutigt, von kleinen Pilotprojekten zu konkreteren Implementierungen blockchain-basierter Systeme überzugehen.
Dieser Trend ist global. In Europa und Asien haben Banken Konsortien und Plattformen gestartet, um Blockchain für Zahlungen, Handelsfinanzierung und Wertpapierabwicklungen zu nutzen. Zentrale Banken erforschen eigene digitale Währungen, was Geschäftsbanken weiter anspornt, zu innovieren. Ende 2023 vervollständigte ein Konsortium von Banken die ersten blockchain-basierten Großhandelszahlungen in Zentralbankgeld im Vereinigten Königreich, was auf zukünftige Abläufe von Interbankentransfers hinweist. Während die Technologie reift, wird, was einst ein Schlagwort war, zu einem strategischen Asset für Banken, die alles von grenzüberschreitenden Zahlungen bis hin zur Einhaltung von Vorschriften modernisieren wollen. Siemens nutzt bereits den Blockchain-Dienst von JPMorgan, um Geld weltweit in Echtzeit zu transferieren.
Dieser Dienst, Teil der Onyx-Plattform von JPMorgan, nutzt tokenisierte Bankeinlagen, um rund um die Uhr Zahlungen für Firmenkunden zu ermöglichen und die Verzögerungen herkömmlicher Überweisungen zu beseitigen.
Über Zahlungen hinaus untersucht JPMorgan weitere Anwendungen wie Handelsabrechnungen und Kontenabgleich durch verteilte Ledger. Es hat Liink (ehemals IIN) entwickelt, ein blockchainbasiertes Interbank-Informationsnetzwerk, um den Austausch von Bankdaten und die Validierung von Zahlungsanweisungen zu optimieren.
Die Bank ist auch aktiv in Blockchain-Konsortien: Sie war Gründungsmitglied von Branchennetzwerken wie der Ethereum Enterprise Alliance und hat bei Projekten für Handelsfinanzierung und Repo-Handel auf Blockchain zusammengearbeitet. Das frühe Engagement von JPMorgan für die Blockchain ist getrieben von dem Glauben, dass die Technologie die Kosten senken und den Kundenservice im Kerngeschäft verbessern kann. Führungskräfte haben einen Fahrplan von drei bis fünf Jahren aufgestellt, um die Nutzung der Blockchain in der Zahlungsabwicklung und Handelsfinanzierung innerhalb seiner Firmenkundenbasis zu erweitern.
Dies ist nur der erste Beitrag in unserer Artikelserie über Banken, die Blockchain-Technologien übernehmen. Bleiben Sie dran.