Barclays sucht laut einem am Freitag veröffentlichten Bloomberg-Bericht Technologieanbieter, um eine Blockchain-Plattform für Zahlungen, Einlagen, Stablecoins und tokenisierte Einlagen aufzubauen.
Die Bank hat sent Informationsanfragen an mehrere ungenannte Technologieanbieter verschickt und könnte bereits im April einen Partner auswählen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Sondierung folgt auf Barclays’ Investment im Januar in Ubyx, eine in den USA ansässige Clearing-Plattform für tokenisierte Einlagen und regulierte Stablecoins.
Diese Transaktion, disclosed auf der eigenen Presseseite von Barclays, war die erste Stablecoin-bezogene Investition der Bank und deutete früh darauf hin, dass das Institut vom Beobachter zum Infrastruktur-Investor übergeht.
Was Barclays prüft
Es wurde noch keine spezifische Blockchain identifiziert und kein Technologiepartner benannt. Der bisher berichtete Umfang umfasst Zahlungsabwicklung, Einlagenverwaltung, Stablecoin-Funktionen und Infrastruktur für tokenisierte Einlagen.
Sollte die Plattform entstehen, würde Barclays in direktere Konkurrenz zu JPMorgan treten, das bereits tokenisierte Einlageninfrastruktur über JPM Coin betreibt – gestartet auf dem Ethereum (ETH) Layer-2-Netzwerk Base Ende 2025 und seitdem auf das Canton Network ausgeweitet.
Im Oktober 2025 trat Barclays zudem einem bankengetragenen Konsortium bei, das eine durch Reserven gedeckte Digitalwährung auf öffentlichen Blockchains untersucht.
In diesem Stadium bleibt die Initiative explorativ. Es wurde kein Produkt angekündigt, kein Starttermin genannt und kein Anbieter ausgewählt. Barclays hat sich öffentlich nicht zu dem Bloomberg-Bericht geäußert.
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Der Wettbewerbsdruck dahinter
Der Markt für institutionelle Stablecoins hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Meta soll Medienberichten zufolge Jahre nach dem Aus für das Diem-Projekt die Blockchain-basierte Zahlungsinfrastruktur erneut prüfen. Stripe soll Stablecoin-Funktionen vorantreiben.
Citi announced it will launch direct Bitcoin custody für institutionelle Kunden später im Jahr 2026. Vor diesem Hintergrund sehen sich europäische Banken einem sich schnell schließenden Zeitfenster gegenüber, bevor auf Blockchain-Schienen aufgebaute Zahlungsinfrastruktur vom Innovationsvorteil zum Wettbewerbsstandard wird.
Die strategische Spannung für traditionelle Kreditgeber ist real: Stablecoins und tokenisierte Einlagen können Transaktionen schneller und rund um die Uhr abwickeln und verringern die Abhängigkeit vom Korrespondenzbankgeschäft.
Gleichzeitig führt eine breite Nutzung privat emittierter Digitaldollar dazu, dass sich Liquidität außerhalb traditioneller Bankeinlagenstrukturen konzentriert – und damit eine der zentralen Säulen des Geschäftsmodells von Instituten wie Barclays unter Druck gerät.
Wie die Bank ihre Plattform strukturiert – und ob sie ein eigenes Instrument emittiert oder Drittanbieter-Token abwickelt – wird bestimmen, auf welcher Seite dieses Zielkonflikts sie am Ende steht.
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