Bernstein hat sein Kursziel von 150.000 US‑Dollar für Bitcoin (BTC) bis Ende 2026 bekräftigt und seinen Kunden in einer Notiz am Montag mitgeteilt, dass der Rückgang der Kryptowährung um 44 % gegenüber dem Allzeithoch eher eine „Vertrauenskrise“ als einen strukturellen Zusammenbruch darstellt – und sprach von „dem schwächsten Bitcoin‑Bärenfall in seiner Geschichte“.
Was passiert ist: Bernstein verteidigt BTC
Die von Analyst Gautam Chhugani geleitete Analyse argumentierte, dass die Kennzeichen früherer Kryptocrashs im aktuellen Abschwung fehlen.
Es habe keine großen institutionellen Zusammenbrüche, keine Aufdeckung versteckter Hebelwirkung und keine weitverbreiteten Ausfälle im Ökosystem gegeben.
Stattdessen verwies Bernstein darauf, dass es eine ungewöhnlich starke institutionelle Unterstützung gebe, einschließlich eines pro‑Bitcoin‑US‑Präsidenten, der anhaltenden Ausweitung von Spot‑Bitcoin‑ETFs, einer zunehmenden Nutzung in Unternehmenstreasuries und anhaltendem Interesse großer Vermögensverwalter.
Das Unternehmen wies Argumente zurück, Bitcoin sei angesichts des Aufstiegs der Künstlichen Intelligenz bedeutungslos geworden, und bezeichnete diese Sichtweise als Ausdruck einer sich verändernden Anlegeraufmerksamkeit statt einer echten Bedrohung.
Bernstein spielte zudem die Risiken von Zwangsverkäufen durch Unternehmenshalter oder Miner herunter. Die Analysten stellten fest, dass große Unternehmen mit Bitcoin‑Beständen ihre Bilanzen so strukturiert hätten, dass sie längere Abschwünge überstehen können, und verwiesen auf die jüngste Ergebnispräsentation von Strategy, wonach nur ein Extremszenario – ein Bitcoin‑Preisfall auf 8.000 US‑Dollar, der fünf Jahre lang anhält – eine Restrukturierung auslösen würde.
Miner hätten zudem ihre Erlöse diversifiziert, indem sie Stromkapazitäten auf die Nachfrage von KI‑Rechenzentren umverteilen.
Auch lesen: Binance SAFU Fund Doubles Down With 4,225 BTC Buy, Now Holds $734M In Bitcoin
Warum das wichtig ist: Vertrauen statt Krise
Bernsteins Einordnung ist bedeutsam, weil sie der vorherrschenden bärischen Erzählung direkt widerspricht.
Die Analysten des Hauses argumentieren, dass die Faktoren, die Bitcoin stützen – regulatorischer Rückenwind, ETF‑Zuflüsse und institutionelle Adoption – diesen Zyklus klar von früheren Abschwüngen unterscheiden, die durch übermäßige Risiken und fragile Marktstrukturen geprägt waren.
Die Botschaft an Anleger lautet, dass die aktuellen Bedingungen eher wie eine stimmungsgetriebene Korrektur als wie ein systemischer Abbau wirken.
Wenn Bernsteins Einschätzung zutrifft, könnte die Lücke zwischen Bitcoins aktuellem Preis und dem Kursziel von 150.000 US‑Dollar eher eine Kaufgelegenheit als ein Warnsignal darstellen.
Als Nächstes lesen: Can Ethereum Finally Break Past $2,150?



