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Binance-Führung bestreitet Iran-Transaktionsbericht über Ansprüche in Höhe von über 1 Mrd. $

Binance-Führung bestreitet Iran-Transaktionsbericht über Ansprüche in Höhe von über 1 Mrd. $

Binance weist Vorwürfe kategorisch zurück, dass seine Compliance-Ermittler mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Iran-gebundenen Tether-(USDT)-Transaktionen über die Tron-(TRX)-Blockchain entdeckt hätten und anschließend wegen ihrer Bedenken entlassen worden seien. Co-CEO Richard Teng bezeichnete die jüngste Berichterstattung als „verantwortungslos und irreführend“.

Was passiert ist: Binance schlägt zurück

Der Streit konzentriert sich auf einen investigativen Bericht vom 13. Februar des Magazins Fortune, in dem behauptet wurde, Compliance-Ermittler bei Binance hätten zwischen März 2024 und August 2025 über 1 Milliarde US-Dollar an USDT-Transaktionen identifiziert, die mit iranischen Akteuren in Verbindung stünden. Mindestens fünf Mitglieder des Compliance-Ermittlungsteams der Börse seien demnach entlassen worden, nachdem sie die Aktivitäten intern gemeldet hatten.

Mehrere der Betroffenen wurden als leitende Ermittler mit Erfahrung in Strafverfolgungsbehörden beschrieben. Weitere Compliance-Mitarbeiter verließen das Unternehmen in den vergangenen Monaten, wobei die Gründe für ihre Abgänge nicht öffentlich bestätigt wurden.

In einer öffentlichen Stellungnahme schrieb Teng: „Die Sachlage muss klar sein. Es wurden keine Sanktionsverstöße festgestellt, keine Ermittler wurden wegen der Meldung von Bedenken entlassen, und Binance erfüllt weiterhin seine aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen.“ Binance schickte außerdem einen formellen Brief an Fortune und bezeichnete den Artikel als voller „grober sachlicher Ungenauigkeiten und irreführender Implikationen“.

Das Unternehmen erklärte, eine vollständige interne Überprüfung, die gemeinsam mit externen Rechtsberatern durchgeführt worden sei, habe keinerlei Hinweise auf Sanktionsverstöße im Zusammenhang mit den genannten Aktivitäten erbracht.

Binance betonte, man arbeite in mehreren Rechtsordnungen unter Hinweisgeberschutz und habe seine Sanktionsprüfungs-Infrastruktur seit der Einigung mit den US-Behörden im Jahr 2023 „erheblich verstärkt“.

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Warum das wichtig ist: Vertrauen unter Beobachtung

Die Vorwürfe wiegen besonders schwer, weil Binance 2023 einer Vergleichszahlung von 4,3 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen Geldwäschevorschriften und Sanktionen zustimmte und die Börse seither unter verschärften Compliance-Auflagen arbeitet.

Blockchain-Analysefirmen wie TRM Labs, Chainalysis und Elliptic haben zuvor eine zunehmende Nutzung von USDT durch Iran-gebundene Akteure dokumentiert, um Gelder außerhalb traditioneller Bankkanäle zu bewegen.

US-Behörden, darunter das Office of Foreign Assets Control (OFAC), haben andere Börsen wegen ähnlicher Iran-gebundener Aktivitäten mit USDT auf Tron sanktioniert.

Da bisher keine neuen Durchsetzungsmaßnahmen angekündigt wurden, bleibt der Konflikt ein Kräftemessen zwischen anonymen Quellen und kategorischen Unternehmens-Dementis – und wirft ungelöste Fragen darüber auf, wie Compliance, Transparenz und investigative Berichterstattung in einer Branche zusammenwirken, die weiterhin um ihre Glaubwürdigkeit ringt.

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