Binance.US hat die Gebühren für den Spot-Handel über alle Nutzerstufen hinweg nahezu auf Null gesenkt.
Die Börse erklärt, dass die Änderung sofort für neue, aktive und zurückkehrende Nutzer in Kraft tritt.
Die Änderung der Gebührenstruktur
Laut einer Pressemitteilung vom 22. April 2026 bedeuten die neuen Gebühren Einsparungen von bis zu 98 % im Vergleich zu Coinbase.
Es ist kein Mindestkontostand oder Handelsvolumen erforderlich, um von den reduzierten Sätzen zu profitieren. In der Ankündigung wurde keine genaue Angabe der Basispunkte für die neuen Maker- und Taker-Gebühren gemacht.
Der Schritt zielt auf kostenbewusste Privatanleger. Binance.US stellte die Änderung als direkte wettbewerbliche Antwort auf das bestehende Gebührenmodell von Coinbase dar.
Hintergrund
Binance.US agiert seit 2023 in einem eingeschränkten regulatorischen Umfeld. Der US-Ableger der globalen Börse Binance einigte sich in jenem Jahr mit dem Justizministerium und der Commodity Futures Trading Commission, was zu Führungswechseln und einem vorübergehenden Rückzug aus mehreren US-Märkten führte. Das Handelsvolumen auf der Plattform ging in dieser Zeit stark zurück. Die Börse hat die vergangenen Jahre damit verbracht, ihre US-Kundenbasis und ihre Compliance-Infrastruktur wieder aufzubauen. Gebührensenkungen sind ein gängiger Mechanismus, mit dem Börsen nach längeren Ausfällen oder Reputationsschäden Marktanteile zurückgewinnen.
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Wettbewerbskontext
Die Gebührensenkung fällt in eine breitere Rallye am Kryptomarkt. Bitcoin (BTC) überschritt am 22. April die Marke von 79.000 US-Dollar, den höchsten Stand seit elf Wochen. Steigende Spot-Volumina an den Börsen verstärken in der Regel die Einnahmeneffekte von Gebührensenkungen. Eine Gebührenstruktur nahe Null kann Hochfrequenzhändler und Arbitrageure anziehen, deren Aktivität auch bei geringen Margen für Volumen sorgt.
Coinbase meldete in den vergangenen Wochen starke Transaktionserlöse für das erste Quartal 2026. Die Ankündigung von Binance.US positioniert die US-Börse als kostengünstigere Alternative, während beide Unternehmen mit einer Phase besonders hoher Handelsaktivität rechnen.
Wie es weitergeht
Binance.US nannte keinen Zeitplan für eine Überprüfung der Gebührenstruktur. Die Börse kündigte neben der Senkung der Spot-Gebühren keine Änderungen an ihren Derivateprodukten oder Staking-Diensten an. Händler, die die Plattform wechseln möchten, müssen die Auszahlungsgebühren prüfen, die in der Ankündigung nicht behandelt wurden.
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