BlackRock: Makro-Argument für Bitcoin gewinnt an Gewicht, da US‑Schulden die Marke von 40 Billionen Dollar überschreiten

BlackRock’s BITA ETF adds a Bitcoin income strategy for investors seeking monthly premiums (Image: Shutterstock)
BlackRock’s BITA ETF adds a Bitcoin income strategy for investors seeking monthly premiums (Image: Shutterstock)

Bitcoin (BTC) gewinnt aus makroökonomischer Sicht an Attraktivität, seit die US‑Staatsverschuldung die Schwelle von 40 Billionen Dollar überschritten hat. Das sagt Robert Mitchnick, Leiter Digital Assets bei BlackRock.

Zentrale Punkte:

  • Mitchnick zufolge stützen wachsende Sorgen über Schulden und Defizite die Nachfrage nach Bitcoin und Gold zunehmend.
  • BlackRocks Bitcoin-Produkte halten 771.641 BTC im Wert von fast 61 Milliarden Dollar; der IBIT-ETF führt weiter die Zuflüsse unter den Spot-Bitcoin-ETFs an.
  • Glassnode sieht im Bereich von 81.000 bis 86.000 Dollar die zentrale Angebotszone, bevor Bitcoin sein Januarhoch angreifen kann.

Fiskal-Story von Bitcoin

Mitchnick erklärte in einem Interview, die wachsende Besorgnis über die US‑Neuverschuldung und anhaltende Haushaltsdefizite treibe Anleger verstärkt in alternative Wertspeicher wie Bitcoin und Gold. „Schulden- und Defizitniveaus sind ein zentrales Marktrisiko“, so Mitchnick.

Die US‑Staatsverschuldung hat inzwischen die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten und schürt damit neue Zweifel an der Tragfähigkeit der Finanzierung und an der fortgesetzten Geldschöpfung – Faktoren, die Mitchnick bereits zuvor als wichtigsten fundamentalen Treiber für Bitcoin bezeichnet hatte.

Der stagnierende CLARITY Act sei für Bitcoin weniger entscheidend als für den breiteren Kryptomarkt, argumentiert Mitchnick. Die Kryptowährung verfüge bereits über relativ klare regulatorische Rahmenbedingungen und breite Akzeptanz. BlackRocks Bitcoin-Vehikel verwalten aktuell 771.641 BTC mit einem Volumen von fast 61 Milliarden Dollar; Umtauschtransaktionen von physisch gehaltenem Bitcoin in IBIT‑ETF-Anteile summieren sich inzwischen auf rund 5 Milliarden Dollar.

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Ausblick von Robert Mitchnick

Gegenüber Bloomberg sagte Mitchnick, IBIT „wird weiter wachsen, weil wir den Zugang kontinuierlich ausweiten“ – ein Hinweis auf die geplante breitere Distribution. Zudem hätten Sicherheitsvorfälle im Custody-Bereich und physische Verwahrungsrisiken dazu geführt, dass manche Anleger von Selbstverwahrung auf ETFs umsteigen. Diese Verschiebung spiegele sich klar in den Fondsflüssen wider.

Die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Mittwoch Mittelzuflüsse von 232,2 Millionen Dollar, davon entfielen 200,8 Millionen Dollar auf IBIT. Auch Produkte von Fidelity, Bitwise und Morgan Stanley verbuchten im August-Zuflusszyklus weitere Mittel.

Analysten von Bernstein führen die steigende Staatsverschuldung und die schleichende Entwertung von Fiatwährungen als zentrale Treiber für ihr langfristig bullisches Bitcoin-Szenario an. Sie prognostizieren einen BTC-Kurs von 300.000 Dollar bis 2029 und 1 Million Dollar bis 2033.

Am 27. August notierte Bitcoin bei rund 78.800 Dollar, nachdem die Kryptowährung in den vorangegangenen 24 Stunden in einer Spanne zwischen 77.648 und 79.171 Dollar gehandelt wurde – und damit weiterhin unterhalb einer entscheidenden Angebotszone. Glassnode kommentierte: „Zwischen dieser Erholungsbewegung und dem Januarhoch steht im Wesentlichen nur ein Angebotsband zwischen 81.000 und 86.000 Dollar.“

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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