Bitcoin (BTC)-Nachfrage hat sich von ihrem Tiefststand 2026 erholt, doch On-Chain-Daten zeigen weiterhin, dass Käufer das neue Angebot nicht vollständig aufnehmen.
Zentrale Punkte:
- Die scheinbare Bitcoin-Nachfrage blieb im gesamten Jahr 2026 negativ, trotz einer leichten Verbesserung in den letzten drei Wochen.
- Der Wert lag bei rund minus 75.000 BTC, gegenüber einem Jahrestief von minus 275.000 BTC.
- Hebelwirkung und Funding-Raten steigen erneut, wodurch jede Erholung ohne stärkere Spot-Nachfrage anfällig bleibt.
Bitcoin-Nachfrage
Bitcoin ist mit geringerer Volatilität in den Juli gestartet als noch Anfang Juni, als heftige Kursschwankungen und Long-Liquidationen das Handelsgeschehen bestimmten.
Dieses ruhigere Bild zeigt jedoch noch keine stabile Erholung. Die Zuflüsse in Spot-ETFs wurden ab dem 2. Juli für drei Handelstage positiv, doch seit Mitte Mai blieben die Flows überwiegend negativ, mit nur drei Tagen Nettozuflüssen in diesem Zeitraum.
Analyst Darkfost erklärte, dass die scheinbare Bitcoin-Nachfrage im gesamten Jahr 2026 negativ geblieben ist. Die Kennzahl vergleicht neue Ausgabe mit dem Angebot, das sich seit mehr als einem Jahr nicht bewegt hat, und gibt Händlern damit einen Einblick, ob langfristige Akkumulation das frische Angebot aufnimmt.
Die jüngste Messung lag bei etwa minus 75.000 BTC. Das stellt eine Verbesserung gegenüber dem schwächsten Punkt des Jahres nahe minus 275.000 BTC dar, zeigt aber weiterhin, dass die Nachfrage hinter der Ausgabe zurückbleibt.
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Bitcoin-Hebelwirkung
Novaque Research verwies auf das geschätzte Hebelverhältnis und die Funding-Raten als Anzeichen dafür, dass das spekulative Interesse nach einem umfassenden Reset zurückkehrt.
Das geschätzte Hebelverhältnis, das das Open Interest im Verhältnis zu den Börsenreserven misst, erreichte über die Börsen hinweg 0,241. Dieser Wert liegt knapp über seinem 100-Tage-Durchschnitt und zeigt, dass Trader erneut stärkere Derivate-Positionen eingehen.
Die Funding-Raten sind nach mehreren überwiegend negativen Monaten wieder ins Positive gedreht. Diese Veränderung bedeutet, dass mehr Trader bereit sind, zu zahlen, um Long-Positionen zu halten, obwohl die Spot-Nachfrage dieselbe Stärke nicht widerspiegelt. Dieses Setup lässt Bitcoin in einer fragilen Lage. Eine durch Hebel getriebene Erholung kann sich rasch entfalten, sich jedoch ebenso abrupt umkehren, wenn Spot-Käufer das Angebot nicht aufnehmen und die Futures-Positionierung erneut überfüllt wird.
Der Juni lieferte die Warnung. Trader, die versuchten, das Tief zu erwischen, wurden von massiven Long-Liquidationen getroffen, während langfristige Halter in einem weiterhin makroökonomisch belasteten Markt weiter akkumulierten.
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