BlackRock-Chief Executive Officer Larry Fink sagte, die Vereinigten Staaten seien übermäßig auf Geldpolitik fokussiert und vernachlässigten dabei die fiskalische Disziplin. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Präsident Donald Trump weiterhin öffentlich Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve ausübt, die Zinsen zu senken, und repeatedly criticizes Fed Chair Jerome Powell.
Was passiert ist
In einem interview mit CNBC am Donnerstag sagte Fink, die nationale Debatte konzentriere sich unverhältnismäßig stark auf Zinssätze, während der wachsenden Schuldenlast des Landes zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet werde.
„Ich hatte immer das Gefühl, dass wir zu sehr mit Geldpolitik beschäftigt sind und nicht genug über Haushaltsdisziplin und Fiskalpolitik sprechen“, sagte Fink und verwies auf die US-Staatsverschuldung, die inzwischen über 38 Billionen US‑Dollar liegt.
Finks Kommentare kommen vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Kontrolle der Federal Reserve.
Trumps Kritik an der Fed
Präsident Trump hat wiederholt zu Zinssenkungen aufgerufen und Powell in den vergangenen Monaten öffentlich herabgesetzt, wobei er argumentiert, die Geldpolitik bremse das Wirtschaftswachstum.
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Obwohl Fink Trump nicht direkt erwähnte, deuten seine Äußerungen auf Sorgen hin, dass die fiskalischen Defizite – und nicht allein das Zinsniveau – letztlich das Vertrauen in die US-Kapitalmärkte untergraben könnten.
Fink warnte, dass anhaltend hohe Defizite beginnen könnten, die ausländische Nachfrage nach US‑Staatsanleihen zu beeinträchtigen, die als globaler Maßstab für risikofreie Anlagen dienen.
Er sagte, ein Vertrauensverlust in das US‑Haushaltsmanagement könne zu einem Szenario führen, in dem die Zinsen trotz niedriger Inflation hoch bleiben, getrieben durch Finanzierungsbeschränkungen statt durch wirtschaftliche Stärke.
Justizministerium vs. Fed
Die Äußerungen fallen auch in eine Phase verstärkter Prüfung der Federal Reserve.
Das Justizministerium hat bestätigt, dass es eine Untersuchung im Zusammenhang mit Vorsitzendem Powell durchführt, nachdem Verweisungen zu Compliance- und Aufsichtsfragen im Zusammenhang mit den Operationen der Federal Reserve eingegangen sind.
Powell wurde keine Verfehlung vorgeworfen, und die Federal Reserve erklärte, sie kooperiere mit den Behörden.
Trotz der politischen und regulatorischen Spannungen sagte Fink, er bleibe für den breiteren wirtschaftlichen Ausblick konstruktiv und verwies auf nachlassende geopolitische Risiken und ein beschleunigtes Wachstum an den globalen Kapitalmärkten.
Er bekräftigte, dass langfristige wirtschaftliche Stabilität weniger von kurzfristigen geldpolitischen Anpassungen abhängt, sondern stärker von nachhaltigem Wachstum in Verbindung mit fiskalischer Disziplin.
BlackRock meldete im betreffenden Zeitraum Rekordzuflüsse, was laut Fink die anhaltende weltweite Nachfrage nach diversifizierter Anlage in öffentliche und private Märkte widerspiegelt, selbst wenn policy uncertainty persists.
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