Durov verspottet Moskaus Terrorvorwurf – Musk reagiert mit Lachen

Russia's terrorist designation of Pavel Durov drew a mocking post from the Telegram founder and a laughing emoji from Elon Musk. (Image: Shutterstock)
Russia's terrorist designation of Pavel Durov drew a mocking post from the Telegram founder and a laughing emoji from Elon Musk. (Image: Shutterstock)

Elon Musk hat mit einem einzigen Lach-Emoji auf einen Beitrag von Telegram-Gründer Pavel Durov reagiert, in dem dieser Moskau für die Einstufung als Terrorist verspottete. Der Post erreichte 2,7 Millionen Aufrufe.

Zentrale Punkte:

  • Musk antwortete am Freitag auf Durovs Nachricht zur Terror-Einstufung durch Russland mit einem einzelnen Lach-Emoji.
  • Der russische Inlandsgeheimdienst FSB klagte Durov am 29. Juli wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten an und erließ einen internationalen Haftbefehl.
  • Die russische Finanzaufsicht setzte den Telegram-Gründer einen Tag später auf ihre Liste von Terroristen und Extremisten.

Musk stellt sich hinter Durov

Durov erklärte am 30. Juli, Russland habe ihn zum Terroristen erklärt, weil er Forderungen nach Massenüberwachung und Zensur auf Telegram zurückweise. Er hob hervor, dass ihm das russische Recht nun die Veröffentlichung von Informationen im Internet verbiete – und spöttelte, die Behörden seien offenbar verwirrt, wer eigentlich wen sperren könne. Musk antwortete tags darauf mit einem Lach-Emoji.

Der kurze Austausch markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Woche zunehmender Spannungen zwischen dem Telegram-Gründer und Moskau.

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands FSB beschuldigte Durov am 29. Juli der Unterstützung terroristischer Aktivitäten. Telegram habe es demnach unterlassen, Kanäle, Chats und Bots zu löschen, die vom ukrainischen Geheimdienst zur Koordination von Sabotageakten und Angriffen in Russland genutzt worden seien.

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Durov weist Überwachungsforderungen des Kreml zurück

Die Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring setzte Durov am 30. Juli – einen Tag nach der formellen Anklage – auf ihr Register von Terroristen und Extremisten.

Durov reagierte mit einem zweiteiligen Meme, das seine eigene Einstufung einem Foto von Außenminister Sergey Lawrow gegenüberstellte, der Taliban-Vertreter als „respektierte Partner“ begrüßt. Die Taliban standen seit 2003 auf demselben russischen Terror-Register, auf dem nun auch Durov geführt wird.

Moskau baute nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan 2021 offizielle Kontakte zu der Gruppe auf – obwohl die formale Terror-Einstufung zu diesem Zeitpunkt noch galt.

Durov weist die Vorwürfe zurück und stellt den Fall als Vergeltungsmaßnahme dar, weil er die Verschlüsselung von Telegram nicht aufweichen wolle – eine Linie, die er seit Jahren gegenüber mehreren Regierungen verfolgt. Telegram argumentiert, es sei absurd, eine Plattform oder deren Eigentümer für den Missbrauch durch Nutzer haftbar zu machen.

Musk und Durov: Kontakte schon vor den russischen Vorwürfen

Musk hatte sich bereits zuvor demonstrativ hinter Durov gestellt und unter dem Hashtag #FreePavel gepostet, nachdem die französische Polizei den Unternehmer im August 2024 am Flughafen Le Bourget festgenommen hatte.

Auch geschäftlich kreuzten sich ihre Wege. Durov kündigte im Mai 2025 eine einjährige Partnerschaft an, um den Grok-Chatbot von xAI auf Telegram zu bringen – ein Deal, den er mit 300 Millionen US-Dollar in Bar- und Aktienkomponenten bezifferte.

Musk erklärte damals, es sei noch kein Vertrag unterschrieben. Durov präzisierte daraufhin, man habe sich grundsätzlich geeinigt, die formellen Details stünden aber noch aus. Wenige Tage zuvor war er bei einem Forum in Oslo gefragt worden, ob er ein „russischer Asset“ sei. Der Telegram-Gründer entgegnete, er sei zwar Russe, würde aber eher sterben, als zum Instrument irgendeiner Macht zu werden.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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