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DZ Bank erhält MiCAR-Lizenz und tritt europäischem Euro-Stablecoin‑Konsortium bei

DZ Bank erhält MiCAR-Lizenz und tritt europäischem Euro-Stablecoin‑Konsortium bei

DZ Bank, Deutschlands zweitgrößter Kreditgeber, hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Zulassung im Rahmen der Markets in Crypto-Assets-Regulierung der Europäischen Union erhalten und ist gleichzeitig einem Konsortium aus 11 Banken beigetreten, das an der Einführung eines regulierten Euro-Stablecoins arbeitet – ein bedeutender Schritt für die Ausweitung des traditionellen Bankwesens auf digitale Assets.

Was passiert ist: MiCAR-Lizenz und Stablecoin-Offensive

BaFin hat der DZ Bank Ende Dezember die MiCAR-Genehmigung erteilt und damit den Weg für den Start der eigenen Kryptohandelsplattform „meinKrypto“ freigemacht.

Die Plattform wird es den Genossenschaftsbanken Volksbanken und Raiffeisenbanken ermöglichen, Privatkunden Zugang zum Handel mit digitalen Vermögenswerten anzubieten, sobald diese Institute ihre eigenen regulatorischen Anzeigen eingereicht haben.

Zum Start wird meinKrypto den Handel mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano unterstützen.

Die Plattform wurde von Atruvia, dem IT-Dienstleister der genossenschaftlichen FinanzGruppe, entwickelt, während Stuttgart Stock Exchange Digital die Verwahrdienstleistungen übernimmt. Jede Genossenschaftsbank entscheidet eigenständig, ob sie das Angebot nutzt.

In einer separaten Ankündigung am Dienstag erklärte die DZ Bank, dass sie Qivalis beigetreten ist, einem europäischen Bankenkonsortium aus 11 Instituten, das über eine neu gegründete niederländische Gesellschaft im kommenden Jahr einen Euro-Stablecoin einführen will.

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Warum es wichtig ist: Wachsende Nachfrage unter Genossenschaftsbanken

Eine Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken vom September 2025 ergab, dass 71 % der 670 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Land Krypto-Dienstleistungen in Betracht ziehen – ein Anstieg gegenüber 54 % im Vorjahr.

Ein Drittel der interessierten Institute strebt einen Start innerhalb von fünf Monaten an.

Qivalis beantragt bei der Niederländischen Zentralbank die Zulassung als E-Geld-Institut, der Markteintritt ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

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