Ethereum (ETH) hält sich knapp unter 2,5 Tsd. USD, nachdem zwölf Handelstage in Folge mit Zuflüssen in Spot-ETFs das Gesamtvolumen über 1,5 Mrd. USD getrieben haben – obwohl die Derivatemärkte einen ungewöhnlich starken Verkaufsdruck zeigen.
Wichtigste Punkte:
- Ethereum-Spot-ETFs verzeichnen seit dem 12. August an jedem Handelstag Nettozuflüsse und kommen in zwölf Sitzungen auf mehr als 1,5 Mrd. USD.
- Das Taker-Buy/Sell-Verhältnis auf Binance ist auf 0,81 gefallen – ein Hinweis darauf, dass Market-Sell-Orders die Käufe um rund 23 % übertroffen haben.
- Die realisierte Preiszone zwischen 2,26 Tsd. und 2,35 Tsd. USD bleibt die zentrale Unterstützung, während 2.530 USD als kurzfristige Ausbruchsschwelle gilt.
Nachfrage nach Ethereum-ETFs
Ethereum-Spot-ETFs haben seit dem 12. August an jedem Handelstag Nettozuflüsse verbucht; in zwölf Sitzungen summiert sich das Volumen auf über 1,5 Mrd. USD. Laut der Analyseplattform Arkham haben Kunden von BlackRock mehr als 1 Mrd. USD in ETH aufgebaut, ohne einen einzigen Tag mit Nettoverkäufen. Der Spot-ETF ETHA des Hauses akkumulierte binnen neun Tagen 1,02 Mrd. USD.
Diese Nachfrage hat geholfen, den ETH-Kurs trotz kräftiger Verkäufe im Derivatemarkt nahe 2,5 Tsd. USD zu stabilisieren.
Gleichwohl ist mit den ETF-Zukäufen noch nicht geklärt, ob Ethereum den Widerstand überzeugend nach oben durchbrechen kann: Der Kurs steckt kurzfristig in einer Spanne zwischen 2.383 und 2.530 USD fest. Das Juni-Hoch um 2.466 USD liegt innerhalb dieser Range – die aktuelle Seitwärtsphase könnte damit auch als potenzielle Distributionszone nach dem jüngsten Anstieg gelesen werden.
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Verkaufsdruck auf Binance
Daten von CryptoQuant zeigen, dass das Taker-Buy/Sell-Verhältnis für Ethereum auf Binance auf 0,81 gefallen ist – eine der extremsten Ausprägungen dieses Indikators überhaupt, wie Krypto-Analyst Moreno hervorhebt. Das Volumen aggressiver Verkäufe lag damit rund 23 % über den Taker-Käufen, dennoch pendelt ETH nur knapp unter 2,5 Tsd. USD.
Moreno verweist zudem auf die realisierte Preiszone zwischen 2,26 Tsd. und 2,35 Tsd. USD als maßgebliche Kostenbasis der größten Wallet-Kohorten. Da der Marktpreis darüber notiert, sitzen sämtliche ausgewiesenen Gruppen aktuell auf Buchgewinnen. Ein Bruch unter diese Kostenbasis würde dagegen anzeigen, dass die Verkäufer klar die Oberhand gewinnen.
Kritischer würde das Bild, falls offenes Interesse an den Derivatemärkten bei anhaltend aggressiven Verkäufen weiter anzieht – ein Setup, das deutlich bärischer zu werten wäre.
Vorerst signalisiert eine erfolgreiche Verteidigung der Region um 2,3 Tsd. USD, dass der Markt das zusätzliche Angebot absorbiert. Ein Anstieg über 2.530 USD wäre hingegen das erste belastbare Zeichen dafür, dass die Käufer die kurzfristige Kontrolle zurückgewinnen.
Die Positionierung am Optionsmarkt deutet auf Erwartungen eines Ethereum-Anstiegs im September hin. Solange der Kurs jedoch in der aktuellen Spanne verbleibt, bleibt das Risiko bestehen, dass die jüngsten Gewinne eher verteilt als fortgeschrieben werden. Die Verschnaufpause folgt unmittelbar auf die 12-tägige ETF-Zuflussserie seit dem 12. August, die ETH zurück in die Nähe des Juni-Hochs geführt hat – und die Zone um 2,3 Tsd. USD als zentrale Bewährungsprobe markiert, falls die Dynamik nachlässt.
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