Fast die Hälfte aller Bitcoin (BTC) im Umlauf – rund 9,31 Millionen Coins oder 46 % des Gesamtangebots – wird derzeit mit einem nicht realisierten Verlust gehalten, dem höchsten Stand seit dem Bärenmarkt 2022, wie On-Chain-Daten zeigen.
Was passiert ist: Unter-Wasser-Angebot schießt in die Höhe
Der Community-Analyst Maartunn verwies in einem Beitrag auf X auf die Kennzahl „Bitcoin Supply In Loss“ und zeigte, dass sich dieser Indikator seit dem Höchststand des Assets bei 126.210 $ am 6. Oktober 2025 stark ausgeweitet hat. Das Verlustangebot konzentriert sich in zwei Bereichen – zwischen 80.000 $ und 95.000 $ sowie zwischen 105.000 $ und 120.000 $ – laut der UTXO Realized Price Distribution.
„Ein großer Teil der Holder wartet darauf, zum Break-even oder mit einem kleinen Gewinn zu verkaufen“, merkte Maartunn an.
BTC wurde zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 68.600 $ gehandelt, etwa 45 % unter seinem Allzeithoch, nachdem die Nettozuflüsse an Börsen Anfang Februar stark negativ wurden – mit Nettozuflüssen von etwa 450 Mio. $ am 3. Februar, die mit einem Rückgang in Richtung 65.000 $ bis zum 6. Februar zusammenfielen, gefolgt von Abflüssen von über 250 Mio. $ am 6.–7. Februar, als sich die Kurse stabilisierten.
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Warum es wichtig ist: Oberer Widerstand baut sich auf
Dieses konzentrierte Überhangangebot stellt eine Wand potenziellen Verkaufsdrucks auf höheren Kursniveaus dar, da Holder, die in diesen Bereichen gekauft haben, nahe ihrer Kostenbasis aussteigen möchten. „Dieses Überangebot muss absorbiert und in stärkere Hände umverteilt werden, bevor sich ein tragfähiger Boden herausbilden kann“, erklärte Maartunn.
Frühere Bärenmärkte liefern nur begrenzte Hinweise auf das Timing.
Der Zyklus 2021–2022 verzeichnete einen Rückgang vom Hoch zum Tief von 77 % über etwa 12 Monate, während der Rückgang 2017–2018 84 % über 13 Monate erreichte. In den sozialen Medien wird teils über Böden zwischen 32.000 $ und 49.000 $ spekuliert, doch stützen sich diese Schätzungen auf Mustervergleiche mit früheren Zyklen – eine Methode ohne belastbare Prognosekraft, da sich institutionelle Beteiligung, ETF-Zuflüsse und makroökonomische Rahmenbedingungen seit 2022 grundlegend verändert haben.
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