Googles Quantum-AI-Team hat am Dienstag Forschungsergebnisse veröffentlicht, in denen behauptet wird, dass das Knacken der Kryptografie von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) weniger als 500.000 physische Qubits erfordern würde – etwa 20‑mal weniger als frühere Schätzungen. Das schürt neue Sorgen darüber, wie bald Quantencomputer die Sicherheit von Blockchains bedrohen könnten.
Google-Quantenforschung
Das Whitepaper und der begleitende Blogbeitrag beschreiben eine Methode zum Knacken der 256‑Bit‑Elliptic‑Curve‑Kryptografie, des mathematischen Systems, das die meisten Blockchain‑Wallets und Transaktionen absichert. Googles Team schätzt, dass ein supraleitender Quantenprozessor den Angriff innerhalb von Minuten ausführen könnte.
Dieser Zeitplan setzt Hardware‑Fähigkeiten voraus, die mit einigen von Googles bestehenden Flaggschiff‑Prozessoren vergleichbar sind.
Statt ruhende Wallets ins Visier zu nehmen, modelliert die Forschung ein Live‑Angriffsszenario. Ein Quantenangreifer könnte einen privaten Schlüssel aus einem kurzzeitig offengelegten öffentlichen Schlüssel in etwa neun Minuten berechnen. Das würde einem Angreifer eine Chance von 41 % geben, das 10‑minütige Blockbestätigungsfenster von Bitcoin zu schlagen.
Ethereum könnte in dieser Hinsicht etwas weniger exponiert sein, da seine Transaktionen schneller bestätigt werden. Aber die übergeordnete Implikation ist klar: Die Ressourcenschwelle für einen Quantenangriff ist deutlich gesunken.
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Taproot‑Expositionsrisiko
Die Ergebnisse rücken Bitcoins Taproot‑Upgrade von 2021 in ein strengeres Licht. Taproot verbesserte die Privatsphäre und Effizienz, begann aber gleichzeitig damit, öffentliche Schlüssel standardmäßig on‑chain offenzulegen. Damit wurde die hashbasierte Schutzschicht entfernt, die ältere Adressformate boten.
Diese Änderung vergrößerte den Pool der quantenverwundbaren Coins auf geschätzte 6,9 Millionen BTC. Die Zahl umfasst Bestände aus der Satoshi‑Ära und stark wiederverwendete Adressen – etwa ein Drittel des gesamten Bitcoin‑Angebots.
Nic Carters Warnung
Google hat Anfang dieses Monats das Jahr 2029 als interne Frist für die Post‑Quantum‑Migration festgelegt. Forschende warnen, dass selbst nach Verfügbarkeit der entsprechenden Hardware der eigentliche Migrationsprozess Jahre dauern wird.
Coin Metrics‑Mitgründer und Bitcoin‑Befürworter Nic Carter wies auf X auf die Dringlichkeit hin. Er hob ein separates Paper hervor, das am selben Tag von Oratomic, Caltech und UC Berkeley veröffentlicht wurde und zeigt, dass Quantencomputer kryptografische Systeme bereits mit 10.000 rekonfigurierbaren atomaren Qubits brechen könnten.
Carter bezeichnete dies als potenziell noch alarmierender als Googles eigene Ergebnisse.
Händler sollten Metriken zur Taproot‑Adoption, den Fortschritt von Upgrade‑Vorschlägen im Stil von BIP‑360 und die Frage beobachten, ob Bitcoin‑Entwickler sich auf einen konkreten Migrationszeitplan festlegen, je näher Googles Zieljahr 2029 rückt.
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