Hollywood-Regisseur erhält 30 Monate Haft nach Krypto- und Aktienwetten

Hollywood-Regisseur erhält 30 Monate Haft nach Krypto- und Aktienwetten

Carl Rinsch wurde zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem Staatsanwälte erklärten, Produktionsgelder seien in Aktienoptionen, Kryptowährungen und Luxusausgaben geflossen.

Wichtige Punkte:

  • Rinsch erhielt eine 30-monatige Haftstrafe im Southern District of New York.
  • Laut Staatsanwaltschaft wurden 11 Millionen US-Dollar, die für „White Horse“ bestimmt waren, der Produktion entzogen.
  • Der Fall verknüpft Dogecoin (DOGE) mit einem Betrugsschema, nicht mit einer Studioinvestition.

Urteil gegen Rinsch

Die Staatsanwaltschaft für den Southern District of New York teilte mit, dass Rinsch, ein Drehbuchautor und Regisseur aus Los Angeles, am Montag von US-Bezirksrichter Jed S. Rakoff nach einer Verurteilung im Dezember verurteilt wurde.

Das Justizministerium erklärte, Rinsch habe sich 11 Millionen US-Dollar von einem abonnementbasierten Video-on-Demand-Streamingdienst für „White Horse“, eine geplante Science-Fiction-Serie, betrügerisch angeeignet.

Die Behörde nannte das Unternehmen in ihrer Mitteilung nicht, doch Berichte der Associated Press identifizierten es als Netflix, das das unvollendete Projekt unterstützte. Staatsanwälte sagten, Rinsch habe 2018 eine Vereinbarung getroffen, nach der das Unternehmen rund 44 Millionen US-Dollar für vorhandene Episoden und Fertigstellungsmittel zahlte, bevor später weitere 11 Millionen US-Dollar bewilligt wurden.

Die zusätzlichen Mittel wurden am oder um den 6. März 2020 auf ein von Rinsch kontrolliertes Unternehmen überwiesen und sollten ausschließlich zur Fertigstellung der Serie verwendet werden.

Stattdessen, so die Staatsanwaltschaft, schleuste er das Geld durch Bankkonten, legte es in ein persönliches Brokerkonto und verlor in weniger als zwei Monaten mehr als die Hälfte mit Aktienoptionen.

Den Angaben zufolge flossen die verbleibenden Mittel in Spekulationen mit Kryptowährungen und private Ausgaben, darunter 1,7 Millionen US-Dollar Kreditkartenrechnungen, 3,3 Millionen US-Dollar für Möbel, Antiquitäten und Matratzen sowie 2,4 Millionen US-Dollar für Autos.

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Dogecoin-Kontext

Der Fall ist für Krypto-Leser relevant, weil digitale Vermögenswerte in einem herkömmlichen Betrugsverfahren auftauchen, ohne die Rechtsfrage zu verändern.

US-Staatsanwalt Jay Clayton sagte, Rinsch habe fälschlich behauptet, das Geld würde eine Fernsehserie finanzieren, und es dann für riskante Aktienoptionen, Kryptowährungen und Luxusgüter verwendet.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Die Vorwürfe belegen nicht, dass Netflix einen Dogecoin-Trade gebilligt hat, noch zeigen sie eine Studio-Strategie, die Krypto-Assets einbezieht.

Sie zeigen, dass Staatsanwälte Kryptohandel als einen Teil einer breiteren zweckwidrigen Verwendung von Produktionsgeldern behandeln, neben Brokerverlusten und Luxuskäufen. Rinsch, 48, erhielt zudem drei Jahre überwachte Freilassung, eine Einziehung von 11 Millionen US-Dollar und 700 US-Dollar an obligatorischen Sondergebühren.

Die Rolle von Dogecoin fügt sich in ein breiteres Muster ein aus dem Marktzyklus 2021, als die Meme-Münze während einer von Privatanlegern getriebenen Rallye spekulatives Kapital anzog, bevor spätere Kursschwankungen zeigten, wie schnell Liquidität und Stimmung umschlagen können.

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