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Institutionelle Arbitrage könnte Staking als Renditemotor im Kryptomarkt ablösen, sagt Krypto-Manager

Institutionelle Arbitrage könnte Staking als Renditemotor im Kryptomarkt ablösen, sagt Krypto-Manager

Da die Regulierung von Stablecoins verschärft wird und sich tokenisierte Märkte in Richtung strengerer Kapitalanforderungen entwickeln, setzt Axis darauf, dass die nächste Ära von Krypto-Renditen aus Infrastruktur­ineffizienzen und nicht aus Leverage stammen wird inefficiencies rather than leverage.

Jimmy Xue, COO und Mitgründer von Axis, sagte, das Protokoll sei um einen Trading-Stack herum aufgebaut, der über sieben Jahre in proprietären quantitativen Märkten verfeinert wurde.

Dieser Stack, der zunächst in einem Prop-Desk eingesetzt wurde, der später zu einem regulierten Hedgefonds in Singapur wurde, wird nun in ein protokolleigenes Produkt überführt.

„Im Kern der Strategie steht Cross-Venue- und Cross-Asset-Arbitrage“, sagte Xue in einem Interview mit Yellow.com.

Axis überwacht Millionen von Preiskombinationen über zentrale Börsen und regionale Handelsplätze hinweg.

Wenn Preisabweichungen auftreten, zum Beispiel zwischen Binance und OKX, führt die Engine gleichzeitige Trades aus, um den Spread einzufangen.

Das System kann mehrere Orders pro Sekunde senden, in der Regel in kleineren Stückelungen, und zielt auf annualisierte Renditen im Bereich von 10 % bis 20 % ab.

Anders als Kreditplattformen oder Funding-Rate-Strategien ist das Modell von Axis nicht von direktionaler Marktexponierung abhängig.

Stattdessen stützt es sich auf strukturelle Fragmentierung über Handelsplätze und Währungen hinweg.

Arbitrage in einem kapitalbeschränkten Markt

Xue argumentierte, dass Tokenisierung und regulatorische Klarheit, insbesondere rund um Stablecoins, mit Trade-offs einhergehen.

Sofortige Abwicklung reduziert das Gegenparteirisiko und erhöht die Transparenz.

Gleichzeitig entfernt sie jedoch Elemente der Kapitaleffizienz aus der traditionellen Finanzwelt, etwa Intraday-Kredite und internes Netting.

„T+2 ist nicht nur ein Bug“, merkte er an und bezog sich damit auf konventionelle Abwicklungszyklen.

In Legacy-Märkten erlaubt verzögerte Abwicklung Market Makern, Kapital über mehrere Trades hinweg zu recyceln.

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Der Übergang zu vollständig vorfinanzierter, nahezu Echtzeit-Abwicklung verlagert die Last auf die Bilanzen.

In diesem Umfeld geht es bei der Liquiditätsbereitstellung weniger um Kreditvergabe und mehr um Inventarsteuerung – also darum, Kapital punktgenau über Börsen und Jurisdiktionen hinweg zu positionieren.

Dieser Wandel, so Xue, schaffe strukturelle Arbitragechancen.

Regulierung und Fragmentierung

Während Jurisdiktionen wie Hongkong Stablecoin-Lizenzrahmen und Reservenvorgaben einführen, erwartet Xue Zweitrundeneffekte auf die Kapitaleffizienz.

Reservebesicherte Modelle erhöhen das Vertrauen, steigern aber die Bilanzintensität.

Liquiditätsanbieter müssen aggressiver vorfinanzieren, was die Opportunitätskosten des Kapitals erhöht.

Axis betrachtet diese Fragmentierung – über Börsen, Währungen und Regime hinweg – als zentrale Renditequelle.

Das Protokoll umfasst zudem Cross-Asset-Arbitrage, einschließlich Krypto-FX-Chancen, bei denen Vermögenswerte wie Bitcoin (BTC) gegen mehrere Fiat-Währungen quotiert sind.

Preisunterschiede zwischen Regionen können synthetische FX-Spreads erzeugen, die das System in Echtzeit abschöpft.

Transparenz und Risiko

Xue räumte ein, dass Proof-of-Reserves-Initiativen einen Fortschritt darstellen, warnte aber, dass sie nicht einer vollständigen Transparenz der Solvenz gleichkommen.

„Proof of Reserves ist etwas anderes als Proof of Solvency“, sagte er und merkte an, dass Verbindlichkeiten häufig Off-Chain verbleiben und umfassend schwer zu verifizieren sind.

Seiner Ansicht nach befindet sich die Branche weiterhin in einer „Unbundling-Phase“ der tokenisierten Finanzwelt.

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