Apples iPhone 18 Pro Max soll als erstes Gerät des Konzerns mit dem A20 Pro starten – einem neuen 2‑Nanometer-Prozessor, der laut Leaks rund 15 % mehr Performance liefern soll.
Wichtigste Fakten:
- Der A20 Pro soll als erster iPhone-Chip im 2‑Nanometer-Verfahren gefertigt werden.
- Erwartet werden bis zu 15 % mehr Rechenleistung und 30 % bessere Energieeffizienz gegenüber der A19-Generation.
- Apple dürfte iPhone 18 Pro und Pro Max im September vorstellen, während das Basismodell später folgt.
A20‑Pro‑Chip: Technische Aufrüstung
Seit Ende Juli kursierende Berichte sprechen weniger von einem einzelnen „Wundersprung“ als von zwei separaten Architekturänderungen. Erstens vollzieht Apple den Wechsel von der bisherigen 3‑Nanometer-Fertigung auf die N2‑Linie von TSMC.
Zweitens gibt es Neuerungen beim Packaging: Ein Bericht verortet den Arbeitsspeicher künftig auf demselben Wafer wie Prozessor, Grafik-Einheit und Neural Engine – statt wie bisher darüber gestapelt.
Dieses Verfahren, bekannt als Wafer-Level Multi-Chip Module, kam in einem iPhone bislang noch nie zum Einsatz und wäre ein Novum für Apples Mobil-Chips. Schätzungen aus der Lieferkette sehen einen Leistungszuwachs von bis zu 15 % und rund 30 % weniger Stromverbrauch im Vergleich zur A19-Generation – belastbare Praxistests außerhalb Apples gibt es dafür bisher jedoch nicht.
Apple dürfte den A20 Pro den Modellen iPhone 18 Pro, Pro Max sowie dem ersten faltbaren iPhone vorbehalten, die alle für einen Marktstart im September erwartet werden. Eine einfacher ausgestattete A20-Variante soll im Standard‑iPhone 18 arbeiten, dessen Start laut Berichten auf das Frühjahr 2027 verschoben wurde. Diese Trennung wäre die einschneidendste Änderung am iPhone-Launchkalender seit Jahren.
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2‑nm-Kostenlast bei TSMC
Der Technologiewechsel hat seinen Preis. Analysten haben herausgestellt, dass 2‑nm-Wafer deutlich teurer sind. Das könnte erklären, warum der neue Chip zunächst nur in iPhones zum Preis von über 1.000 US‑Dollar erwartet wird – und nicht in der kompletten Produktpalette.
Apple soll dem Vernehmen nach beim Basisprozess N2 bleiben und nicht auf die verbesserte N2P‑Variante setzen.
Die N2P-Version startet erst im zweiten Halbjahr in die Massenfertigung – zu spät für einen Marktstart eines iPhone im September. Konzernchef Tim Cook warnte auf der jüngsten Quartalskonferenz zudem vor deutlich verschärften Lieferengpässen. Entsprechend könnte das Angebot der neuen Modelle zum Start spürbar knapp sein.
Historie der Apple-Silicon-Fertigungsstufen
Apple sichert sich seit Jahren regelmäßig den Erstzugang auf neue Fertigungsknoten bei TSMC – deutlich über den aktuellen Gerüchtezyklus hinaus.
Der A17 Pro brachte 2023 erstmals 3‑nm-Technologie in iPhones, die A19-Familie markierte nach drei Generationen den Abschluss dieses Nodes.
Analyst Ming-Chi Kuo verknüpfte den A20 bereits im März 2025 mit dem 2‑nm-Verfahren, als die Erträge in der Testfertigung schon über der für neue Knoten typischen Spanne von 60 bis 70 % lagen. Samsung war zwar als erster Anbieter mit 2‑nm-Technik im Mobilbereich am Markt und präsentierte den Exynos 2600 als weltweit ersten 2‑nm‑SoC für Smartphones. Apples Stärke lag historisch jedoch weniger im absoluten Timing, sondern vor allem in der Fähigkeit, neue Technologien rasch in großen Stückzahlen auszurollen.
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