Apples erstes faltbares iPhone Ultra könnte für über 2.000 Dollar kommen – und dennoch auf fünf etablierte Top-Features verzichten. Leaks zeichnen das Bild eines Geräts, dessen extrem schlankes Design gravierende Hardware-Kompromisse erzwingt.
Das Wichtigste im Überblick:
- Beim iPhone Ultra sollen ein Teleobjektiv, Face ID, ein physischer SIM-Slot, mmWave‑5G und die Action-Taste fehlen.
- Die meisten Einschnitte hängen mit dem stark begrenzten Innenraum zusammen; hinzu kommen Restriktionen durch Modemwahl und Faltmechanik.
- Angepeilte Preise zwischen 2.000 und 3.000 Dollar könnten diese Kompromisse für Käufer besonders deutlich machen.
Verzicht beim iPhone Ultra
Eine Auswertung von Dummy-Geräten, Leaks, Konstruktionszeichnungen und Renderbildern durch Mariyan Slavov von PhoneArena legt nahe, dass Apple beim iPhone Ultra nur auf zwei rückseitige Kameras setzt – vermutlich 48‑Megapixel‑Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Sensoren. Das Gerät soll im aufgeklappten Zustand nur etwa 4,5 Millimeter messen, was kaum Tiefe für ein Teleobjektiv lässt.
Auch Face ID könnte entfallen, weil das TrueDepth‑Modul mehr Platz benötigt, als das dünne Gehäuse hergibt. Stattdessen wird ein seitlicher Touch‑ID‑Sensor erwartet.
Berichte deuten zudem auf ein reines eSIM‑Konzept hin; unter anderem Mark Gurman und Ming‑Chi Kuo stützen diese Erwartung. Apple dürfte demnach auf sein C2‑Modem setzen, das offenbar kein mmWave unterstützt. Dummy-Geräte zeigen darüber hinaus keine Action-Taste an der linken Seite.
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Apples Designlogik
Der rote Faden ist der knappe Bauraum. Ein derart dünnes Foldable muss Akku, Chipsatz, Kühlung und Scharniermechanik unterbringen – da geraten Telemodul, TrueDepth‑System und physischer SIM-Schacht schnell ins Hintertreffen.
Gurman berichtet, Testern des Prototyps sei insbesondere das Kamerasystem als Schwachpunkt aufgefallen. Der Leaker Instant Digital ergänzte, Apple habe die Hauptplatine auf der rechten Seite platziert und darauf verzichtet, Kabel über das klappbare Display zu führen – was die Konzentration der Tasten auf dieser Geräteseite erklären könnte.
Diese Entscheidungen wiegen umso schwerer, als Preisleaks das iPhone Ultra zwischen 2.000 und 3.000 Dollar verorten.
Zugleich hat Apple seine Produktpalette bereits in eine ähnliche Richtung bewegt: iPhone Air und einige Modelle der iPhone‑17‑Reihe setzen vollständig auf eSIM, die Action-Taste wurde mit dem iPhone 15 Pro eingeführt, und das iPhone 7 aus dem Jahr 2016 war das letzte Flaggschiff-iPhone mit Touch ID außerhalb der SE‑Serie.
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