Apple will am 9. September sein erstes faltbares iPhone vorstellen. Neue Preisindikationen aus Analystenkreisen und durchgesickerten Provider-Listen reichen inzwischen von rund 1.999 bis 2.550 Dollar.
Zentrale Punkte:
- Provider-Leaks zeigen das Foldable mit Einstiegsspeicher bei 155.750 ägyptischen Pfund bzw. 3.700 australischen Dollar.
- IDC sieht den durchschnittlichen Verkaufspreis nahe 2.550 Dollar, TrendForce erwartet in den USA einen Start zwischen 2.099 und 2.299 Dollar.
- Ein Standard‑iPhone 18 wird auf dem Event nicht erwartet und ist auf Anfang 2027 verschoben.
iPhone-Ultra-Preise: Leaks von Mobilfunkanbietern
Auf einer Vodafone‑Ägypten-Seite war das mutmaßlich iPhone Ultra genannte Foldable kurzzeitig für 155.750 ägyptische Pfund gelistet, bevor der Eintrag wieder verschwand. Ein separater Post auf X, der auf einen Kontakt bei Vodafone Australien zurückgeführt wird, nannte 3.700 australische Dollar für das 256‑Gigabyte‑Modell. Beide Werte liegen rund 65 bis 68 Prozent über dem Preis des iPhone 17 Pro Max in den jeweiligen Märkten.
Eine reine Umrechnung in US‑Dollar überzeichnet jedoch das Preisbild, weil in Ägypten wie in Australien hohe Steuern und Importkosten die Endkundenpreise nach oben treiben. Betrachtet man die Leaks stattdessen als prozentualen Aufschlag auf das jeweilige Vorjahres-Flaggschiff, deutet vieles eher auf knapp 2.000 Dollar Einstiegspreis in den USA hin.
Dasselbe ägyptische Listing setzte das iPhone 18 Pro bei 98.000 Pfund und das Pro Max bei 105.000 Pfund an. Das entspräche Aufschlägen von etwa 10 bzw. 11 Prozent gegenüber den entsprechenden iPhone‑17‑Modellen beim gleichen Netzbetreiber. Übertragen auf die US‑Startpreise ergäbe das grob 1.210 bzw. 1.320 Dollar.
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Schätzungen von TrendForce und IDC
Das Marktforschungsinstitut TrendForce kalkuliert einen US‑Einstiegspreis zwischen 2.099 und 2.299 Dollar für das Foldable, während die größten Speichervarianten die Marke von 3.000 Dollar überschreiten dürften. Apple werde die Aufschläge insgesamt auf 10 bis 20 Prozent begrenzen, indem der Konzern einen Teil der gestiegenen Komponentenpreise selbst schlucke, so die Analysten. Als wichtigsten technischen Fortschritt gegenüber Konkurrenzgeräten nennt TrendForce eine deutlich reduzierte Faltkante im Display.
IDC veranschlagt den durchschnittlichen Verkaufspreis sogar näher bei 2.550 Dollar. Senior Research Director Nabila Popal betont, allein die Ankündigung des Apple‑Einstiegs habe die strategische Ausrichtung im Foldable‑Segment bereits spürbar verschoben – auch wenn Faltgeräte in diesem Jahr voraussichtlich nur rund 2 Prozent der weltweiten Smartphone-Auslieferungen stellen. Der langjährige Apple-Beobachter Mark Gurman erwartet einen Einstiegspreis von 1.999 Dollar – eine Marke, die es Apple erlauben würde, das Gerät offensiv als „unter 2.000 Dollar“ zu vermarkten.
Ternus’ erster Produktlaunch
Das Standard‑iPhone 18 wird hingegen nicht mit auf der Bühne stehen. Auftragsfertiger Pegatron teilte im August mit, ein Großkunde habe seinen Auslieferungsplan geändert – das Basismodell rutsche damit zusammen mit dem iPhone 18e und einer zweiten Generation des iPhone Air in das erste Quartal 2027.
Damit endet ein Muster, das bis zum iPhone 4S im Jahr 2011 zurückreicht: Seitdem waren Standard‑ und Pro‑Modelle traditionell gemeinsam im September an den Start gegangen. Der Bruch fällt ausgerechnet in die ersten Wochen von John Ternus als Vorstandschef, nachdem Tim Cook den CEO‑Posten zum 1. September abgegeben und den Wechsel in den Chairman‑Job vollzogen hat.
Ternus, zuvor viele Jahre Hardware-Chef, sprach intern von einem „phänomenalen“ Launch.
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