Apples erstes faltbares iPhone wird laut einer neuen Marktprognose im Schnitt rund 2.550 US‑Dollar kosten – fünf Tage vor dem Produkt-Event des Konzerns am 9. September.
Wichtigste Punkte:
- IDC erwartet für Apples erstes faltbares iPhone einen durchschnittlichen Verkaufspreis von über 2.550 Dollar, bei Spitzenkonfigurationen bis zu 3.000 Dollar.
- Mehr als 17 Millionen ausgelieferte Geräte bis Ende 2027 sollen über 45,7 Milliarden Dollar Umsatz generieren.
- Falt-Smartphones sind laut IDC die einzige Smartphone-Kategorie, die 2026 noch wächst.
Prognose: iPhone Ultra kratzt an der 2.500‑Dollar‑Marke
Die Schätzung stammt von IDC, dem Marktforschungsinstitut hinter dem „Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker“, einem vielzitierten Branchenbarometer. In der aktuellen Vorschau veranschlagt IDC einen durchschnittlichen Verkaufspreis von über 2.550 Dollar – ein Niveau, das kein iPhone in fast zwei Jahrzehnten je erreicht hat. Der Wert bezieht sich auf den gesamten Mix aller Speichervarianten; die größten Ausstattungen könnten die Marke von 3.000 Dollar erreichen oder überschreiten.
IDC rechnet damit, dass Apple bis Ende 2027 mehr als 17 Millionen faltbare iPhones ausliefert und damit über 45,7 Milliarden Dollar Umsatz in einem Segment erzielt, in dem der Konzern bislang überhaupt nicht vertreten war. Damit würde Apple in dem globalen Markt für Faltgeräte, den es erst in diesem Jahr betritt, auf Anhieb auf rund 40 % Marktanteil kommen.
Zulieferer wurden demnach bereits im Sommer angewiesen, sich auf etwa 10 Millionen faltbare iPhones für dieses Jahr einzustellen – mehr als die zuvor anvisierten 7 bis 8 Millionen Einheiten, wie Berichte aus der Lieferkette nahelegen. Samsung hat sein Galaxy Z Fold 8 Ultra im Juli in den USA bei 2.099 Dollar positioniert; die größte Speichervariante liegt dort bei 2.699 Dollar. Apple hat weder das Gerät noch dessen Bezeichnung oder Preis offiziell bestätigt.
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Nabila Popal über Apples Einfluss auf den Foldable-Markt
Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC, betont, dass Apples Einstieg die schwächelnde Kategorie nicht nur wiederbelebt, sondern ihre Entwicklung grundlegend verändert habe. Ohne Apple, so Popal, wären die Auslieferungen faltbarer Smartphones im Jahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen.
Falt-Smartphones sind nun der einzige Teil des Marktes, bei dem IDC in diesem wie im kommenden Jahr noch Wachstum erwartet. Für 2026 prognostiziert das Institut ein Plus von 12,6 % auf 22,9 Millionen Geräte, gefolgt von weiteren 18 % Wachstum im Jahr darauf. Alle anderen Smartphone-Segmente schrumpfen.
Popal sieht Apple zudem in einer starken Position, um Huawei und Samsung in Märkten anzugreifen, die diese Rivalen seit Jahren dominieren – ein ungewöhnlicher Befund für ein Produkt, das kaum zwei Jahre am Markt sein dürfte. Beide Wettbewerber verkaufen bereits seit 2019 faltbare Modelle und haben damit einen Vorsprung von rund sechs Jahren.
Speicherkrise treibt Smartphone-Preise nach oben
Die Prognose fällt in das bislang schwächste Jahr für Smartphone-Absätze überhaupt: IDC erwartet für 2026 einen Einbruch der Auslieferungen um 16,7 % auf etwas mehr als eine Milliarde Geräte.
Die Kosten für Speicher sind im Jahresvergleich um mehr als 300 % explodiert. Das treibt den durchschnittlichen Smartphone-Preis um 27,6 % auf 581 Dollar und beendet de facto das Segment unter 100 Dollar. Bereits im zweiten Quartal waren die weltweiten Auslieferungen um 6,7 % auf 277,5 Millionen Geräte gefallen – der zweite Rückgang in Folge.
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