Bitcoin (BTC) verzeichnete auf Sieben-Tage-Basis realisierte Verluste von rund 2,3 Milliarden US‑Dollar – ein Niveau, das zuletzt während des Crashs von Juni 2022 bei Luna und UST erreicht wurde. Der aktuelle Ausverkauf spielt sich jedoch nahe 67.000 US‑Dollar statt 19.000 US‑Dollar ab, was eher auf einen zyklischen Flush spät eingestiegener Käufer als auf ein systemisches Marktversagen hindeutet.
Was passiert ist: Spike bei realisierten Verlusten
Der gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt des Net Realized Profit/Loss von Bitcoin ist laut der On-Chain-Analyse von Axel Adler kürzlich auf etwa -1,99 Milliarden US‑Dollar gefallen. Die Kennzahl misst das Verhältnis zwischen realisierten Gewinnen und Verlusten von Coins, die sich On-Chain bewegen, und bietet damit einen geglätteten Blick auf das Anlegerverhalten.
In den darauffolgenden Tagen erholte sich der Wert leicht auf ungefähr -1,73 Milliarden US‑Dollar, bleibt aber dennoch die zweittiefste negative Messung überhaupt. Die Nettverluste liegen seit mehreren aufeinanderfolgenden Sitzungen unter -1,7 Milliarden US‑Dollar, was auf anhaltenden Verkaufsdruck und fortgesetzte Kapitulation von Investoren hindeutet, die zu höheren Kursen eingestiegen sind.
Historisch hat eine nachhaltige Rückkehr über die Nulllinie den Übergang zurück zu marktbestimmenden Gewinnphasen signalisiert.
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Warum es wichtig ist: Der Preiskontext ist anders
Die Schlagzeilenzahl wirkt alarmierend, doch der breitere Hintergrund zeichnet ein differenzierteres Bild. Im Juni 2022 traten vergleichbare Verlustvolumina auf, als Bitcoin nahe 19.000 US‑Dollar gehandelt wurde – in einer Phase struktureller Netzwerkschwäche und einer Kette von Liquidationen in der gesamten Branche.
Dieses Mal treten ähnliche realisierte Verluste bei Kursen um 67.000 US‑Dollar auf, nachdem Bitcoin die wichtige Unterstützung bei 70.000 US‑Dollar verloren hat. Adlers Daten deuten darauf hin, dass die aktuelle Welle eher das Herausspülen von Spätphasen-Käufern und gehebelten Positionen widerspiegelt als eine Wiederholung des Zusammenbruchs von 2022.
Der Bereich von 60.000–62.000 US‑Dollar kristallisiert sich nun als nächste entscheidende Unterstützungszone heraus und deckt sich mit früheren Konsolidierungsbereichen. Hält diese Spanne, könnte sich die Stimmung stabilisieren; ein Durchbruch darunter könnte den Weg für eine tiefere Korrektur ebnen.
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