Bitcoin (BTC) absorbierte im Jahr 2025 zwar 308 Milliarden US‑Dollar an neuem Kapital, doch seine Marktkapitalisierung sank dennoch um 98 Milliarden US‑Dollar – eine Divergenz, die CryptoQuant‑Gründer Ki Young Ju als Beweis dafür sieht, dass die Kryptowährung unter den aktuellen Marktbedingungen „nicht pumpbar“ ist.
Was geschah: Marktkapitalisierung widersetzt sich Kapitalzuflüssen
Ki Young Ju legte seine Argumentation in einem Beitrag auf X dar und verwies auf die wachsende Lücke zwischen Bitcoins Marktkapitalisierung und seiner Realized Cap. Die Marktkapitalisierung misst den Gesamtwert des Angebots zum aktuellen Spotpreis, während die Realized Cap den Gesamtwert auf Basis des Preises schätzt, zu dem jede Coin zuletzt on‑chain bewegt wurde – sie bildet damit effektiv die aggregierten Anschaffungskosten der Anleger ab.
Mitte 2025 wuchs die Marktkapitalisierung schneller als die Realized Cap – ein Signal dafür, dass eingehendes Kapital die Gesamtbewertung verstärkte. Dieses Verhältnis kehrte sich im letzten Quartal um, als ein Marktrückgang die Differenz der Wachstumsraten in den negativen Bereich drückte, und die Kennzahl ist bis 2026 weiter gefallen.
Der Kontrast zu 2024 ist deutlich.
Damals führte ein Anstieg der Realized Cap um 10 Milliarden US‑Dollar zu einem Sprung der Marktkapitalisierung um 26 Milliarden US‑Dollar – genau der Multiplikatoreffekt, der Rallyes antreibt.
„Der Verkaufsdruck ist zu stark für jeden Multiplikatoreffekt“, schrieb Ki Young Ju.
Unabhängig davon wies der CryptoQuant‑Community‑Analyst Maartunn darauf hin, dass die sogenannten „Neuen Wale“ – Investoren, die in den letzten 155 Tagen in den Markt eingetreten sind und mehr als 1.000 BTC halten – während des jüngsten Rückgangs kapituliert haben. Dazu gehörte ein einmaliger Spitzenwert bei realisierten Verlusten von 1,46 Milliarden US‑Dollar am 5. Februar.
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Warum es wichtig ist: Verkaufsdruck übertrifft die Nachfrage
Die Realized Cap gilt weithin als Näherungswert für Kapitalzuflüsse und ‑abflüsse, was die aktuelle Divergenz bedeutsam macht. Wenn Hunderte Milliarden US‑Dollar zufließen, ohne die Marktkapitalisierung anzuheben, deutet das darauf hin, dass bestehende Inhaber in einem Tempo verteilen, das die neue Nachfrage vollständig ausgleicht.
Die Daten von Ki Young Ju legen nahe, dass Bitcoin eine deutliche Veränderung der Verkaufsseite benötigt – nicht nur zusätzliche Käufe –, bevor der Preis auf frisches Kapital so reagieren kann wie in früheren Zyklen. Derzeit wird jeder in den Markt fließende Dollar von Verkäufern absorbiert, statt sich in höhere Bewertungen umzusetzen.
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