Strategy-Executive-Chairman Michael Saylor zufolge hat ChatGPT bei der Strukturierung von Vorzugsaktien geholfen, über die rund 15 Milliarden US‑Dollar eingeworben wurden – und damit die Bitcoin-(BTC)-Finanzierung des Unternehmens über klassische Wandelanleihen hinaus verlängert.
Wichtigste Punkte:
- Saylor sagte, ChatGPT habe Strategy bei der Entwicklung neuer Vorzugsaktien-Strukturen unterstützt, nachdem das Unternehmen die Kapazität des Markts für Wandelanleihen ausgeschöpft hatte.
- Er führt den KI-gestützten Ansatz auf Kapitalzuflüsse von rund 15 Milliarden US‑Dollar zurück und bekräftigte seine Bitcoin-Prognose von fast 12 Millionen US‑Dollar bis 2046.
Saylor setzt bei der Finanzierung auf KI
Im Gespräch mit Steven Bartlett in „The Diary of a CEO“ erklärte Saylor, Strategy habe sich an OpenAI’s ChatGPT gewandt, nachdem das Unternehmen zum weltweit größten Emittenten von Wandelanleihen aufgestiegen war und diesen Markt faktisch ausgereizt hatte. Anfang 2025 verfügte Strategy bereits über rund 30 Milliarden US‑Dollar in Bitcoin-Beständen.
„Wir gehen zur KI. Wir sagten: Können wir das machen?“, so Saylor. Strategy brachte zunächst STRK, eine wandelbare Vorzugsaktie, an den Markt und legte anschließend ein weiteres Vorzugswertpapier mit einer variablen monatlichen Dividendenrate auf.
„In der Geschichte der Finanzmärkte hat noch niemand eine Vorzugsaktie mit variabler Dividendenrate konstruiert“, sagte Saylor. Ein Instrument habe 10,5 Milliarden US‑Dollar eingespielt, weitere rund 4 Milliarden seien über verbundene Finanzierungen hinzugekommen – insgesamt also etwa 15 Milliarden US‑Dollar.
Gleichzeitig verteidigte Saylor den Bitcoin-Verkauf von Strategy, nachdem Leerverkäufer infrage gestellt hatten, ob das Unternehmen seine Bestände liquidieren könne, ohne den Markt zu belasten. „Wenn die Leute glauben sollen, dass Sie etwas können, müssen Sie es tun“, sagte er. Strategy habe daraufhin innerhalb einer Woche mehr als 1.600 Bitcoin veräußert. Saylor ergänzte: „Es stellte sich heraus, dass unser Break-even-Punkt bei etwa 3,2 % liegt.“
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Ausblick auf den Bitcoin-Preis
Trotz der Verkäufe bleibt Saylor ausgesprochen optimistisch für Bitcoin. „Ich gehe davon aus, dass Bitcoin in den nächsten 20 Jahren im Schnitt um etwa 30 % pro Jahr steigt“, sagte er und fügte hinzu, dass er anschließend mit einer Verlangsamung auf rund 20 % pro Jahr rechne.
Ausgehend von einem Kurs von rund 64.500 US‑Dollar zum Zeitpunkt der Veröffentlichung würde dieser Pfad Bitcoin bis 2046 in die Nähe von 12 Millionen US‑Dollar führen. Die Prognose ist hoch spekulativ. Die Aktien von Strategy hatten zudem Mühe, in diesem Jahr nachhaltig über die Marke von 150 US‑Dollar auszubrechen, während Makro-Händler Arthur Hayes eine mögliche Kursexplosion in den siebenstelligen Bereich mit einer künftigen KI-getriebenen Kreditblase verknüpft.
Das Interview unterstreicht zugleich den Strategiewechsel im Finanzierungsmodell von Strategy. Nach einer Phase starker Fokussierung auf Wandelanleihen erweiterte das Unternehmen sein Instrumentarium um Vorzugstitel und zeigte später Bereitschaft, Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um diese Struktur zu stützen – während Saylor betont, seine privaten Bestände nie angerührt zu haben.
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