Monero (XMR) ist auf fast 530 US-Dollar und damit auf ein Sieben-Monats-Hoch gestiegen. Native THORChain-Swaps und deutliche Abflüsse von Krypto-Börsen trieben den Privacy-Coin in Richtung einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden US-Dollar – und das in einem insgesamt schwächeren Kryptomarkt.
Wichtige Punkte:
- Monero stieg am 31. August kurzzeitig auf nahezu 530 US-Dollar und war damit die Tages-Top-Performance unter den 100 größten Kryptowährungen.
- Die Marktkapitalisierung näherte sich 10 Milliarden US-Dollar; native THORChain-Swaps lieferten der Privacy-Währung einen neuen Impuls.
- Ein RSI um 77 signalisiert eine überdehnte Rally nach einem Monatsplus von rund 43 %.
Monero-Rally
XMR erreichte kurzzeitig den höchsten Stand seit Januar, bevor der Kurs auf etwa 525 US-Dollar zurückfiel – während die meisten großen Digitalwerte leichte Tagesverluste verbuchten. Auf Monatssicht lag Monero damit dennoch rund 43 % im Plus.
Die Marktkapitalisierung von Monero kletterte auf nahezu 10 Milliarden US-Dollar. Damit überholte der Coin Chainlink (LINK) und Cardano (ADA) und rückte auf Platz 13 der größten Kryptowährungen vor.
Auslöser war ein Upgrade des THORChain-Netzwerks, das Berichten zufolge native Unterstützung für XMR-Swaps brachte und Anlegern einen weiteren direkten Zugang zu dem Privacy-Asset eröffnete. Dieser neue Zugang fungierte als klarer Kurstreiber.
Die Rally verlief umso bemerkenswerter, als Monero auf großen zentralisierten Börsen nur eingeschränkt handelbar ist. Binance hatte den Handel mit dem Token Anfang 2024 eingestellt, Coinbase führt XMR weiterhin nicht, während Kraken, KuCoin und MEXC zu den bekanntesten Plattformen zählen, die Monero noch listen. Eingeschränkte Listings können Liquidität und Marktzugang begrenzen.
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Einschätzungen von David Gokhshtein & Co.
Auf X kommentierte Nebrasangooner, der entscheidende bullische Impuls sei der klare Ausbruch über den Widerstand bei 410 US-Dollar gewesen. David Gokhshtein stellte die Frage, wie XMR ohne breite Börsenunterstützung so stark steigen konnte. Mav wertete den Sprung über 500 US-Dollar als Bestätigung für Moneros Comeback, während Sweep den Coin als „absoluten schlafenden Riesen“ und „das echte Privacy-Token“ bezeichnete.
Daten von CoinGlass zeigen zudem, dass die Abflüsse von Börsen in den vergangenen Tagen die Zuflüsse überstiegen. Dieses Muster kann den kurzfristigen Verkaufsdruck dämpfen, wenn Investoren ihre Bestände in eigene Wallets transferieren. Ein Garant für weitere Kursgewinne ist es jedoch nicht.
Der wichtigste Gegenpunkt kommt aus der Charttechnik. Moneros Relative-Stärke-Index (RSI) lag bei rund 77 und damit klar über der Marke von 70, die üblicherweise mit überkauften Märkten und einem erhöhten Risiko kurzfristiger Rücksetzer verbunden wird. Werte unter 30 gelten dagegen meist als überverkauft.
Monero hat damit in den vergangenen vier Wochen etwa 43 % zugelegt, sich von dem Liquiditätsschock nach der Binance-Delisting-Entscheidung 2024 erholt und Kursniveaus zurückerobert, die zuletzt im Januar zu sehen waren. Entscheidend für die Nachhaltigkeit des Ausbruchs dürfte nun sein, ob zusätzliche Swap-Zugänge und ein verknapptes Börsenangebot die bereits stark überdehnte Dynamik ausreichend stützen können.
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