Elon Musk hat angekündigt, dass SpaceX und Nvidia einen orbitalen Start des Vera-Rubin-Systems für 2027 anvisieren. An der Börse sorgte die Nachricht jedoch nicht für Rückenwind: Nvidia schloss 2,91 % im Minus, SpaceX beendete den Handel bei 135 US‑Dollar.
Zentrale Punkte:
- SpaceX und Nvidia peilen das vierte Quartal 2027 für den ersten weltraumoptimierten Start des Vera Rubin NVL72 an; der breitere Ausbau ist 2028 geplant.
- Nvidia schloss am 24. August bei 208,48 US‑Dollar, während SpaceX zum Ausgabekurs von 135 US‑Dollar aus dem Handel ging und anschließend nachbörslich weiter nachgab.
- Vera kombiniert 88 maßgeschneiderte Olympus-Kerne mit 1,2 Terabyte pro Sekunde Speicherbandbreite für agentenbasierte KI-Workloads.
Orbitales KI-Projekt von SpaceX
Unter dem Label SpaceXAI will SpaceX Nvidias Vera-CPU für agentenbasierte KI-Workloads einsetzen und damit Nvidias Infrastruktur in Richtung orbitales Computing ausdehnen. Musk erklärte am 24. August auf X, das weltraumoptimierte Vera Rubin NVL72-System solle im vierten Quartal 2027 starten; für 2028 sei ein „deutliches Hochfahren“ vorgesehen.
Musk zufolge haben SpaceX und Nvidia gemeinsam an einem leichteren und kompakteren Rack-Design gearbeitet. „Unser Design ist erheblich einfacher, kostengünstiger, dichter und leichter als ein herkömmliches Rack“, sagte er.
Nvidia gibt an, dass Vera 88 speziell entwickelte Olympus-Kerne und eine Speicherbandbreite von 1,2 Terabyte pro Sekunde nutzt. Die CPU fungiert als Host-Prozessor für Vera Rubin NVL72 und wird mit Rubin-GPUs kombiniert, um KI-Workloads zu beschleunigen.
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Druck auf die Nvidia-Aktie
Die Nvidia-Aktie schloss am Montag 2,91 % tiefer bei 208,48 US‑Dollar und weitete damit ihre Verlustserie über fünf Handelstage auf 5,95 % aus – nur zwei Tage vor der für den 26. August angesetzten Quartalsbilanz. Zusätzlich belastete eine allgemeine Schwäche im Technologiesektor den Kurs.
SpaceX-Papiere fielen um 1,44 % auf 135 US‑Dollar und damit genau auf den Ausgabepreis des Börsengangs im Juni. Nachbörslich gab der Kurs um weitere 0,22 % auf 134,70 US‑Dollar nach, da Anleger über die Partnerschaft hinaus auf die fundamentale Lage blickten.
Nvidia-Vizepräsident Ian Buck bezeichnet Vera als speziell für agentenbasierte KI entwickelt. In diesem Modell übernehmen CPUs die Orchestrierung, Tool-Aufrufe und Datenbewegung rund um GPU-Workloads.
Er spricht von einem „neuen CPU-Moment in der KI-Fabrik“, den KI-Agenten auslösen – ein Grund, warum Nvidia seine Strategie über reine GPU-Beschleuniger hinaus ausweitet.
Seit ihrem Börsendebüt im Juni schwankte die SpaceX-Aktie zwischen einem Höchststand von 225,64 US‑Dollar und einem Rekordtief von 104,83 US‑Dollar am 3. August, bevor sie sich wieder auf den Ausgabepreis von 135 US‑Dollar erholte. Die Spanne unterstreicht, dass die typische Post-IPO-Volatilität kurzfristig mehr Gewicht hatte als die Ankündigung einer einzelnen Partnerschaft.
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