OpenAI testet geheime 8‑Dollar-Schaltfläche, die ChatGPT‑Limits aufhebt

Advertising growth pushes OpenAI’s ChatGPT business to a $1B annualized run rate in under 200 days (Image: Shutterstock)
Advertising growth pushes OpenAI’s ChatGPT business to a $1B annualized run rate in under 200 days (Image: Shutterstock)

OpenAI testet still und leise eine neue Schaltfläche, über die einige ChatGPT‑Plus-Abonnenten für 8 US‑Dollar ihr bereits aufgebrauchtes Wochenkontingent sofort wiederherstellen können.

Zentrale Fakten:

  • Bei einigen ChatGPT‑Plus-Nutzern im 20‑Dollar‑Monatsabo taucht nach Verbrauch des Wochenlimits ein schwarzer Hinweis auf, der einen vollständigen Reset für 8 US‑Dollar anbietet.
  • OpenAI hat die Option nie offiziell angekündigt; ein Sprecher erklärte, man prüfe Wege, wie Nutzer mit gedeckelten Kontingenten zusätzliche Nutzung zukaufen können.
  • Ein eingelöster Reset setzt das Nutzungsvolumen auf 100 % zurück und verschiebt die nächste wöchentliche Erneuerung auf rund sieben Tage nach dem Kauf.

OpenAI testet bezahlte ChatGPT‑Resets

Ein Reddit‑Nutzer mit dem 20‑Dollar‑Monatsabo schilderte die neue Option am Montag im ChatGPT‑Forum: Sobald das wöchentliche Kontingent aufgebraucht war, erschien beim Login ein schwarzer Hinweisbildschirm. Niemand ist verpflichtet, das Angebot zu nutzen. OpenAI definiert einen vollständigen Reset als Erneuerung des jeweiligen Wochenlimits und als Aufhebung der üblichen Wartezeit, die normalerweise etwa fünf Stunden beträgt.

Wer den Reset einlöst, springt direkt auf 100 % Nutzung zurück; die nächste automatische Wochenverlängerung verschiebt sich auf ungefähr sieben Tage ab dem Einlösezeitpunkt. OpenAI hat die Funktion bislang nicht öffentlich vorgestellt.

Ein Unternehmenssprecher betonte, man experimentiere mit Modellen, über die Nutzer mit ausgeschöpften Caps zusätzliche Nutzung hinzukaufen können. Das sei Teil einer breiteren Initiative, die Produkte zugleich zugänglicher und leistungsfähiger zu machen.

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Warum ein 8‑Dollar‑Codex‑Reset relevant ist

Die Pro‑Tarife von ChatGPT liegen bei 100 und 200 US‑Dollar im Monat – umgerechnet sind das rund 25 bis 50 Dollar für nur eine Woche Zugang.

Dagegen wirkt ein 8‑Dollar‑Reset wie eine günstige Notlösung, wenn ein Abonnent kurz vor einer Deadline festsitzt und dringend weitermachen muss. Codex, ChatGPT Work und die zugehörigen Agenten‑Tools greifen alle auf einen gemeinsamen Nutzungspool zu – ein einzelner Reset schaltet damit mehrere Produkte gleichzeitig wieder frei.

Guthaben nachzukaufen war in den Codex‑Einstellungen bereits möglich. Zeit zurückzukaufen hingegen nicht – genau dieser Unterschied hebt den aktuellen Test von den Top‑up‑Optionen ab, die OpenAI seit der Umstellung von nachrichtenbasierter Abrechnung auf tokenbasierte Credits im April anbietet.

Sam Altman warnt vor steigenden KI‑Kosten

Sam Altman hat die steigenden Kosten für KI wiederholt als großes Problem für Unternehmen beschrieben, die entsprechende Technologien einkaufen.

Der Test startet mitten in einem Kostenduell mit Anthropic, das Beobachter als aufziehenden „Preiskrieg“ um Tokenpreise und Abo‑Mehrwert einordnen. Ein Leak vom 7. August verortete die Plus‑Resets zwischen 5 und 8 US‑Dollar, allerdings ohne unabhängige Bestätigung. Die nun sichtbare Schaltfläche liegt am oberen Ende dieser Spanne.

OpenAI arbeitet seit Monaten daran, wie sich Codex‑Kontingente wieder auffüllen. Am 11. Juni führte das Unternehmen „gebankte“ Resets ein – Abonnenten konnten damit einen Reset auf Vorrat speichern und später einlösen – und legte anschließend ein zweiwöchiges Referral‑Programm auf, das die Obergrenze auf vier gespeicherte Resets anhob.

Anfang dieses Monats hob OpenAI die Limits für alle zahlenden Codex‑ und ChatGPT‑Work‑Konten zeitweise vollständig auf – die jüngste in einer Reihe großzügiger Gratis‑Nachfüllungen, für die der 8‑Dollar‑Prompt nun einen Preis setzt.

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Ester Shlain

Business Analyst bei Yellow, zuständig für Handelsmechanismen, agentische Infrastruktur und Marktforschung zum Krypto-Exchange-Stack. Sieben Jahre in Web3 in den Bereichen DAO-Plattformen, Launchpads und Tokenomics-Design. Schreibt für Menschen, die die Zahlen hinter der Erzählung verstehen wollen.

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