Ripple hat eine vorläufige Genehmigung für eine Lizenz als Crypto Asset Service Provider in Luxemburg erhalten und bewegt das Zahlungsunternehmen in Richtung vollständiger Konformität mit den MiCA-Regeln der EU.
Wichtigste Punkte:
- Ripple erhielt eine vorläufige CASP-Genehmigung in Form eines „Green Light Letter“ von der luxemburgischen CSSF.
- Die Lizenz wird alle 30 Länder des Europäischen Wirtschaftsraums abdecken, sobald die endgültigen Bedingungen erfüllt sind.
- Zusammen mit einer bestehenden EU-Geldlizenz bereitet sie die vollständige MiCA-Konformität des Unternehmens vor.
Ripple nimmt zentrale MiCA-Hürde
Ripple hat die Genehmigung am 23. Juni offengelegt. Das Unternehmen beschrieb die Autorisierung als „Green Light Letter“, ausgestellt von der Commission de Surveillance du Secteur Financier in Luxemburg im Rahmen des Krypto-Regelwerks des Blocks. Die Freigabe hängt noch von endgültigen Bedingungen ab, deckt jedoch bereits den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum mit 30 Ländern ab und erfolgt vor einer Übergangsfrist, die am 1. Juli endet.
Die neue Lizenz ergänzt eine bestehende Genehmigung als EU-Electronic Money Institution, die Ripple bereits in derselben luxemburgischen Jurisdiktion hält. Zusammen öffnen die beiden Genehmigungen die Krypto- und Stablecoin-Zahlungsinfrastruktur des Unternehmens für europäische Banken, Fintechs und Unternehmen – erstmals über eine einzige regulierte Integration.
XRP (XRP) wechselte nach der Ankündigung nahe 1,11 US-Dollar den Besitzer, während das Handelsvolumen um mehr als 18 % anstieg und das offene Interesse an Futures auf Binance zunahm, was die Aktivität rund um den Token ankurbelte. Der Token weist eine Marktkapitalisierung von rund 69 Milliarden US-Dollar auf und rangiert damit als sechstgrößter im breiteren Kryptosektor. Das Zahlungsgeschäft läuft weitgehend unabhängig vom Tokenpreis.
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Craddock verweist auf institutionelle Nachfrage
Cassie Craddock, Managing Director von Ripple für Großbritannien und Europa, führte den Meilenstein auf die wachsende institutionelle Nachfrage nach regulierten digitalen Vermögenswerten in der europäischen Region zurück, in der die Aufsichtsbehörden die Kontrolle stetig verschärft haben. Sie sagte, dass Banken und Fintechs aktiv die digitalen Asset-Fähigkeiten aufbauen, die sie benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, da sich die Marktinfrastruktur – von der Abwicklung bis zu tokenisierten Vermögenswerten – auf die Blockchain verlagert.
Matthew Osborne, Leiter der Politik für Großbritannien und Europa bei Ripple, schrieb der luxemburgischen Aufsicht zu, den Antrag durch eine sorgfältige, methodische Prüfung der internen Kontrollen des Unternehmens geführt zu haben. Er stellte die CSSF als Quelle tiefgehender Aufsichtsexpertise dar und bezeichnete das Land als natürliche regulatorische Heimat für die europäischen Aktivitäten von Ripple.
Der strukturelle Vorteil ergibt sich aus dem Passporting-Mechanismus von MiCA, bei dem eine in einem Mitgliedstaat erteilte Lizenz automatisch in der gesamten Union gilt, sodass eine Genehmigung in Luxemburg die gesamte Region öffnen kann, ohne dass separate nationale Anträge im gesamten Block erforderlich sind.
Die Freigabe setzt eine bewusst angelegte, mehrjährige Lizenzkampagne fort. Ripple erhielt im Januar eine FCA-Geldlizenz und eine Krypto-Registrierung im Vereinigten Königreich und meldet nun weltweit mehr als 75 behördliche Genehmigungen – eines der größten Portfolios der Branche. Der Zahlungsarm hat bereits mehr als 100 Milliarden US-Dollar in über 60 Märkten abgewickelt, und das Unternehmen prognostiziert, dass das weltweite Stablecoin-Volumen im Jahr 2026 33 Billionen US-Dollar erreichen wird.
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