Warum Michael Saylor glaubt, dass Bitcoin seinen Boden bereits bei 60.000 $ gefunden hat

Warum Michael Saylor glaubt, dass Bitcoin seinen Boden bereits bei 60.000 $ gefunden hat

Michael Saylor sagte, Bitcoin (BTC) habe seinen Boden vermutlich Anfang Februar bei 60.000 $ markiert und stufte Bedrohungen durch Quantencomputer für das Netzwerk als theoretisch ein, die noch Jahrzehnte von einer realen Gefahr entfernt seien.

Saylors 60.000‑$‑Bitcoin‑Boden

Bei einem Investoren-Dinner in Miami, ausgerichtet von Mizuho, argumentierte der Executive Chairman von Strategy argued, dass Markttiefs durch Erschöpfung auf der Verkäuferseite und nicht durch Bewertungsmodelle bestimmt werden.

Übermäßig gehebelte Miner und Unternehmen mit schwachen Bilanzen seien während des Rückgangs aus dem Markt gespült worden, sagte er, wodurch ein begrenztes Angebot übrig geblieben sei, das auf die Preise drücke.

Saylor verwies auf ETF-Zuflüsse, die die tägliche Bitcoin-Produktion aufsaugen, sowie auf wachsende Allokationen in Unternehmens­kassen als Faktoren, die den Markt nun stützen.

Trendwenden hingen, fügte er hinzu, stärker von Veränderungen in Kapitalstruktur und Liquidität ab als allein von der Stimmung.

Bitcoin wurde zuletzt bei etwa 71.100 $ gehandelt und erholte sich damit von Tiefstständen Anfang des Jahres vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Iran. Mizuho bestätigte sein Outperform-Rating für die Strategy-Aktie mit einem Kursziel von 320 $, was gegenüber dem aktuellen Stand von 127 $ ein Aufwärtspotenzial von rund 150 % impliziert.

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Die Quantencomputing-Debatte an der Wall Street

Saylor wandte sich auch gegen wachsende Befürchtungen, Quantencomputing könne eines Tages die kryptografischen Schutzmechanismen von Bitcoin brechen. Die Bedrohung sei theoretisch, argumentierte er, und die Open-Source-Architektur des Netzwerks ermögliche es Entwicklern, rechtzeitig widerstandsfähige Upgrades zu implementieren, lange bevor ein Angriff praktisch werde.

Analysten von Bernstein um Gautam Chhugani schlossen sich dieser Ansicht an und bezeichneten das Quantenrisiko als „mittel- bis langfristigen System-Upgrade-Zyklus“ statt als existenzielle Bedrohung. Benchmark‑Analyst Mark Palmer beschrieb die Gefahr ähnlich als „langfristig fällig“ und beherrschbar und merkte an, dass praktische Angriffe noch Jahrzehnte entfernt seien.

Nicht alle sind einverstanden.

Google Quantum AI published research veröffentlichte im März Forschungsergebnisse, denen zufolge weniger Ressourcen nötig sein könnten, um moderne Verschlüsselung zu knacken als bislang angenommen, was den Zeitrahmen verkürzt und die Debatte darüber anheizt, wie dringend sich die Branche vorbereiten sollte.

Saylors übergeordnete Bitcoin-These

Die Bemerkungen bei Mizuho sind die jüngsten in einer Reihe markanter öffentlicher Aussagen Saylors. Tage zuvor hatte er erklärt, dass der traditionelle vierjährige Halving‑Zyklus von Bitcoin tot sei und argumentiert, dass die Kursentwicklung nun von institutionellen Kapitalströmen statt von Angebotsschocks getrieben werde. Strategy itself has accumulated roughly 767,000 BTC und meldete im ersten Quartal 2026 einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Mrd. $, obwohl das Unternehmen während des Abschwungs weiterkaufte.

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