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Stablecoins könnten 33 % der US-Bankeinlagen abziehen: Standard Chartered

Stablecoins könnten 33 % der US-Bankeinlagen abziehen: Standard Chartered

Stablecoins entwickeln sich zu einem direkten Risiko für US-Bankeinlagen, wobei Regionalbanken der größten Gefahr ausgesetzt sind, da Zahlungsaktivitäten und Transaktionssalden zunehmend auf blockchainbasierte Infrastrukturen abwandern, so eine neue Research-Notiz von Standard Chartered.

Der globale Leiter der Digital-Asset-Forschung der Bank, Geoffrey Kendrick, argumentierte in einer Mitteilung am Dienstag, dass die Einführung von Stablecoins nicht länger eine Herausforderung ist, die auf Schwellenmärkte beschränkt ist, sondern ein strukturelles Problem für Banken in entwickelten Märkten darstellt, einschließlich jener in den Vereinigten Staaten.

Wenn Stablecoins zunehmend Funktionen übernehmen, die traditionell von Banken erbracht werden – wie Zahlungen, Verwahrung und kurzfristige Wertaufbewahrung –, treten sie stärker in Konkurrenz zu Sichteinlagen, die die Nettozinsmargen der Banken untermauern.

Die Notiz schätzt, dass US-Bankeinlagen um etwa ein Drittel der gesamten Marktkapitalisierung von Stablecoins zurückgehen könnten, was das Ausmaß der potenziellen Verdrängung unterstreicht, während digitale Dollar an Bedeutung gewinnen.

Regionalbanken sind überproportional exponiert

Kendrick identifiziert das Nettozinsmargeneinkommen (Net Interest Margin, NIM) als Prozentsatz der Gesamterträge als den aussagekräftigsten Maßstab für die Exponierung gegenüber Stablecoins, da Einlagen der Haupttreiber der NIM sind.

Auf dieser Grundlage erscheinen regionale US-Banken deutlich verwundbarer als diversifizierte Banken oder Investmentbanken, die stärker auf Gebühreneinnahmen, Handel und Kapitalmarktaktivitäten angewiesen sind.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da Stablecoins zunehmend niedrig verzinste Transaktionssalden absorbieren – genau die Art von Einlagen, auf die Regionalbanken am meisten angewiesen sind.

Große, diversifizierte Banken sind besser abgesichert, während Investmentbanken aufgrund ihrer geringen Abhängigkeit von Einlagenfinanzierung am wenigsten exponiert sind.

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Verzögerung des CLARITY Act verdeutlicht politischen Spannungen

Der Bericht verbindet das wachsende Risiko mit aktuellen Entwicklungen rund um den US-amerikanischen CLARITY Act, der einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen soll.

Der jüngste Senatsentwurf verbietet Dienstleistern für digitale Vermögenswerte, Zinsen oder Rendite auf Stablecoin-Bestände zu zahlen – eine Bestimmung, die Coinbase dazu veranlasste, withdraw its support for the bill.

Obwohl der Bericht weiterhin damit rechnet, dass der CLARITY Act bis Ende des ersten Quartals verabschiedet wird, unterstreicht die Verzögerung die Spannung zwischen der Regulierung von Stablecoins als Nicht-Bank-Instrumente und ihrer wachsenden Rolle in zentralen Bankfunktionen.

Das Verhindern von Renditen auf Stablecoins könnte ihre Ähnlichkeit mit Einlagen begrenzen, geht jedoch nicht auf ihre Rolle als Zahlungs- und Abwicklungsmittel ein.

Ein Wandel in der Banken-Risikolandschaft

Kendricks Analyse stellt Stablecoins als Wettbewerbsfaktor innerhalb des US-Bankensystems selbst dar – und nicht als periphere Innovation.

Wenn Zahlungsnetzwerke und Liquidität on-chain verlagert werden, wird die Erosion der Einlagen zu einem Bilanzproblem, insbesondere für Banken mit starker Konzentration auf traditionelle Zinsmargen im Kreditgeschäft.

Der Bericht stellt ferner fest, dass Stablecoins eine der Kernfunktionen des Bankwesens schrittweise entbündeln – mit Auswirkungen, die über Krypto-Märkte hinausreichen und Fragen der finanziellen stability and bank profitability. betreffen.

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