Stellar (XLM) legte am Montag um 8,2 % zu, nachdem das Handelsvolumen um 221 % ansprang. Damit rückt der Token an die Marke von 0,20 US‑Dollar heran – ein Kursniveau, das XLM seit drei Monaten nicht mehr überwunden hat.
Wichtigste Fakten
- XLM stieg binnen 24 Stunden um 8,2 %, während das tägliche Handelsvolumen um 221 % zulegte.
- Das offene Interesse in XLM-Futures kletterte um 14,4 % – ein Hinweis darauf, dass Händler neue Positionen eingegangen sind statt alte abzubauen.
- Der Kurs bewegte sich in einer Spanne von 0,173 bis 0,195 US‑Dollar; 0,20 US‑Dollar bleiben die Marke, die Käufer überwinden müssen.
XLM-Rally drückt Short-Positionen bei 0,184 US‑Dollar aus dem Markt
Die Aufwärtsbewegung löste XLM von der Unterstützung bei 0,173 US‑Dollar, einem Kursbereich, den Käufer im September mehrfach verteidigt hatten. Derivate-Daten zeigten im gleichen Zeitraum einen Anstieg des Open Interest um 14,4 % – ein Signal für frisches Kapital im Markt statt nur der Auflösung bärischer Wetten. Auch der kumulierte Spot-Volume-Delta zog mit dem Kurs nach oben, ein weiteres Indiz für Netto-Käufe.
Die Finanzierungsraten rutschten während des Anstiegs zeitweise ins Negative. Händler, die am Widerstand bei 0,184 US‑Dollar auf fallende Kurse gesetzt hatten, wurden aus ihren Short-Positionen gedrängt, nachdem das Niveau hielt. Am New Yorker Nachmittag notierte der Token um 0,195 US‑Dollar bei einem Handelsvolumen von rund 277 Millionen US‑Dollar.
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Händler fokussieren XLM-Liquiditätscluster bei 0,20 US‑Dollar
Charttechniker verorten die Marke von 0,173 US‑Dollar beim 78,6-%‑Fibonacci-Retracement der Sommerbewegung – was erklärt, warum dort immer wieder Kaufinteresse auftaucht. Kniffliger wird es darüber: Analysten, die den Vier-Stunden-Chart auswerten, sehen zunächst die Angebotszone um 0,195 US‑Dollar als Hürde. Gibt sie nicht nach, droht die Rally erneut in der Spanne zu verharren, die XLM bereits seit Juni ausbremst.
Liquidations-Heatmaps zeigen um 0,20 US‑Dollar einen dichten Cluster gehebelter Positionen; Kurse tendieren häufig in solche Bereiche hinein.
Ein schneller Spike in diese Zone ohne nachhaltig anziehende Spot-Nachfrage wäre eher als „Liquidity Grab“ denn als sauberer Ausbruch zu werten. Ein Scheitern an der Marke würde den Blick zurück auf die Unterstützung um 0,17 US‑Dollar lenken.
Rückenwind kam aus dem Gesamtmarkt. Nahezu alle großen Token legten am Montag zu – der breiteste Tagesanstieg im Sektor seit zwei Wochen. Das geschah, obwohl Terminmärkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank in dieser Woche auf über 86 % taxierten. Parallel stiegen die Erwartungen an den Clarity Act: Prognosemärkte preisten zuletzt eine Chance von rund 30 % ein, dass das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet wird – nach etwa 12 % Anfang September.
Bank-Pilotprojekte stärken die XLM-Nachfrage
Stellar richtet seinen Fokus seit Jahresbeginn stärker auf regulierte Finanzinstitute als auf Privatanleger. Das sichtbarste Beispiel lieferte vergangene Woche U.S. Bank: Das Institut abwickelte am 9. September eine Echtzeit-Zahlung über Grenzen hinweg auf dem Stellar-Netzwerk. Dazu nutzte die Bank ihren eigenen, durch US‑Dollar gedeckten Stablecoin USBDC, um Vermögenswerte zwischen ihren nordamerikanischen und europäischen Einheiten zu transferieren.
U.S. Bank sprach von einem internen Pilotversuch ohne Starttermin für Kundenprodukte, und üblicherweise bewegen solche Tests einen Token nicht innerhalb einer einzigen Handelssitzung. XLM pendelte Ende August um 0,187 US‑Dollar und notiert immer noch rund 78 % unter dem Rekordhoch nahe 0,88 US‑Dollar aus dem Januar 2018. Der Zuwachs vom Montag – trotz des hohen Volumens – bleibt damit bislang eine Gegenbewegung innerhalb eines seit Jahren laufenden Abwärtstrends.
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